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Corona-Hilfsprogramm und Überbrückungshilfe III für Unternehmen

25.02.2021

Hotlines und Hilfsprogramme im Rahmen der Corona-Hilfen für Kulturschaffende

Die Corona-Pandemie stellt Gesellschaft und Wirtschaft weiterhin vor immense Herausforderungen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und das Bundesministerium der Finanzen (BMF) haben deshalb die Überbrückungshilfen erneut verlängert und deutlich vereinfacht. Damit unterstützen wir noch mehr Unternehmen und Selbständige mit Corona-bedingten Umsatzausfällen.

Was ist neu:

  • Fixkostenzuschüsse für Monate mit Umsatzeinbußen von mindestens 30 Prozent zwischen November 2020 und Juni 2021
  • Auch größere Unternehmen (bis 750 Millionen Euro Jahresumsatz) haben Anspruch
  • Förderhöchstbetrag pro Monat: 1,5 Millionen Euro (bisher 50.000 Euro; Erhöhung auf 3 Millionen Euro für Verbundunternehmen, im Rahmen der Höchstgrenzen der EU-Beihilferegeln).
  • Mehr Fixkosten erstattungsfähig: z.B. auch bauliche Modernisierungs-, Renovierungs- oder Umbaumaßnahmen bis zu 20.000 Euro pro Monat zur Umsetzung von Hygienekonzepten (auch rückwirkend bis März 2020); Investitionen in Digitalisierung (z.B. Aufbau eines Onlineshops, Eintrittskosten bei großen Plattformen) einmalig bis zu 20.000 Euro.
  • Zusatzregelungen für Reisebranche (Provisionen sowie Erstattung von externen Ausfall- und Vorbereitungskosten sowie eine Personalkostenpauschale für bestimmte Reisen rückwirkend ab März bis Dezember 2020), Kultur- und Veranstaltungsbranche (Erstattung von Ausfall- und Vorbereitungskosten rückwirkend ab März bis Dezember 2020), stationären Einzelhandel (Abschreibungskosten verderbliche Ware und Ware für Wintersaison 2020/2021, die vor 1. Januar 2021 eingekauft wurde und wegen des Lockdown nicht abgesetzt werden konnte und Unternehmen der pyrotechnischen Industrie (Transport- und Lagerkosten nach Verkaufsverbot von Silvesterfeuerwerk sowie Förderung von Fixkosten März bis Dezember 2020 bei Umsatzrückgang von mindestens 80 Prozent im Dezember 2020 gegenüber Dezember 2019).

Informationen und Antragstellung unter: www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de

Hotlines für Überbrückungshilfe:

  • für prüfende Dritte: Tel. 030 52685087, Mo bis Fr von 8.00 bis 18.00 Uhr (BMWI)
  • für Soloselbständige mit Direktantrag: Tel: 030 1200 21034, Mo bis Fr von 8.00 bis 18.00 Uhr
  • für gewerbliche Antragsteller*innen: Tel. 089 5116-1111, Mo bis Fr von 8.00 bis 18.00 Uhr (IHK München und Oberbayern)
  • allgemeine Hotline für Wirtschaftsfragen rund um Corona: Tel. 030 12002-1031 / -1032 (BMWI)

Hotline des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst für Solo-Selbständige / Stipendienprogamme / Kino-Anlaufhilfe:

Hotline: Tel: 089 122 22, Mo bis Fr von 8.00 bis 18.00 Uhr

Hotline von Bayern Innovativ zum Bayerischen Spielstättenprogramm:

Tel: 0911 20671-344, Mo bis Fr von 10.00 bis 12.00 Uhr und von 14.00 bis 16.00 Uhr

Servicehotline für Selbständige und Künstler*innen der Arbeitsagentur:

Tel: 0800 4555521, Mo bis Fr von 8.00 bis 18.00 Uhr

2. Hilfreiche Seiten und Links

Wer kann beantragen?
Unternehmen, Soloselbständige, und Freiberufler bis zu einem Jahresumsatz von 750 Millionen Euro im Jahr 2020 sowie gemeinnützige Unternehmen und Organisationen aus allen Branchen.

Voraussetzung sind Corona-bedingte Umsatzeinbrüche von mindestens 30 Prozent in jedem Monat, für den der Fixkostenzuschuss beantragt wird. Maßgeblich für den Vergleich ist der Referenzmonat im Jahr 2019. Für Unternehmen, die zwischen dem 1. Januar 2019 und dem 30. April 2020 gegründet wurden, gelten besondere Vorschriften. Unternehmen, die November- und/ oder Dezemberhilfe erhalten, sind für diese Monate nicht antragsberechtigt.

Antrag und weitere Informationen auf der Überbrückungshilfe-Plattform des Bundes: www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de

Wo?

  • Antrag und weitere Informationen auf der Überbrückungshilfe-Plattform des Bundes: www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de
  • Eine Beantragung ist nur möglich über einen prüfenden Dritten (z.B. Steuerberater*in).
  • Ausnahme: Bei einem Umsatzausfall von unter 5.000€ ist die Antragstellung auch direkt möglich.

Wie stellen Sie den Antrag?

Der Antrag kann über eine Steuerberaterin oder einen Steuerberater, eine Wirtschaftsprüferin oder einen Wirtschaftsprüfer, eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt sowie über vereidigte Buchprüferinnen und Buchprüfer stellen. Die Kosten werden bezuschusst.

Was und wie wird gefördert?

Mit der Überbrückungshilfe werden betriebliche Fixkosten bezuschusst. Der maximale Förderbetrag wurde auf 1,5 Millionen Euro (weitere Erhöhung auf 3 Millionen Euro für Verbundunternehmen in Vorbereitung) angehoben. Die beihilferechtlichen Grenzen, die derzeit bei 12 Millionen Euro (für alle staatlichen Förderprogramme wie z.B. KfW-Schnellkredit, Soforthilfe, November-/ Dezemberhilfe) liegen, sind zu beachten. Dabei haben Unternehmen, die weniger als 2 Millionen Euro beantragen ein Wahlrecht zwischen Bezuschussung nach Bundesregelung Fixkosten, die die Vorlage einer Verlustrechnung bedingt, und der Bundesregelung Kleinbeihilfen. Weitere Infos dazu hier.

Erstattet werden:

  • bis zu 90 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei mehr als 70 Prozent Umsatzeinbruch
  • bis zu 60 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei 50 Prozent bis 70 Prozent Umsatzeinbruch
  • bis zu 40 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei mindestens 30 Prozent Umsatzeinbruch
    (Umsatzeinbruch jeweils im Vergleich zum Vergleichsmonat des Jahres 2019). Junge Unternehmen können andere Umsatzzahlen heranziehen (Infos dazu hier).
Solo-Selbstständigenprogramm

Das neue Solo-Selbstständigenprogramm für Künstlerinnen und Künstler ist bis zum 30. Juni 2021 verlängert worden. Ab Ende Februar kann man den Antrag für den Zeitraum Januar – Juni 2021 stellen, es können bis zu 1.180 Euro pro Monat beantragt werden. Das Programm wird mit den Bundeshilfen im Bereich der Wirtschaftsförderung kumulierbar sein. Die Anträge für den Zeitraum Oktober bis Dezember können bis 31. März 2021 gestellt werden.

Sowohl der Antrag als auch alle diesbezüglichen Informationen und Vorrausetzungen, sind auf der Website von Bayern Innovativ zu finden. Ein Info-Telefon sowie entsprechende E-Mail-Adressen sind eingerichtet.

Hier geht es zum Direktantrag für Solo-Selbstständige mit einer Antragssumme bis zu 5.000 Euro. 

Neustarthilfe

Mit der Neustarthilfe werden Soloselbständige unterstützt, deren wirtschaftliche Tätigkeit im Förderzeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2021 Corona-bedingt eingeschränkt ist. Sie ergänzt die bestehenden Sicherungssysteme, wie z.B. die Grundsicherung. Die Neustarthilfe wird nicht auf die Leistungen der Grundsicherung angerechnet. Weitere Informationen hierzu finden sie hier.

WICHTIG: Die “Neustarthilfe” und die “Überbrückungshilfe III” können nicht beide beantragt werden. Man muss sich also entscheiden. Die Anträge für die Neustarthilfe können bis 31. August 2021 über diesen Direktantrag gestellt werden. 

Über alle Details, Fallbeispiele, FAQs und Kontaktmöglichkeiten informiert das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sowie das Bundesministerium für Finanzen.

Weitere aktuelle Meldungen finden Sie im hier.