Am Samstag, 17. Oktober, hat der Verein Heimathaus und Museum e.V. sein 50-jähriges Jubiläum mit einem Festakt gefeiert. In seiner Festansprache im voll besetzten Saal des Heimathauses erinnerte der Vereinsvorsitzende Gerhard Wonner an die Bedeutung des Hauses für die Stadtentwicklung und die Integration. Rund 12.000 Besucherinnen und Besucher kommen jährlich ins Heimathaus, das 22 Vereinen, der Volkshochschule und der Stadt für Veranstaltungen zur Verfügung steht. Die Vereinsmitglieder koordinieren die Termine, kuratieren Ausstellungen und kümmern sich um den Erhalt des Gebäudes und seiner Räume.
Als das Heimathaus 1976 eröffnet wurde, sollte es in der noch jungen Stadt einen Ort schaffen, an dem Geschichte bewahrt und kulturelle Traditionen weitergegeben werden. Daraus ist ein wichtiges kulturelles Zentrum entstanden, in dem Menschen mit unterschiedlichen Wurzeln und Interessen bis heute zusammenkommen.
Auch das Gebäude selbst ist Teil der Traunreuter Vergangenheit. Es gehörte ursprünglich zur ehemaligen Heeresmunitionsanstalt St. Georgen, der sogenannten Muna. Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich auf dem Gelände Schritt für Schritt die Stadt Traunreut. Menschen aus unterschiedlichen Regionen kamen hierher, bauten sich eine neue Existenz auf und prägten das Zusammenleben. Das Heimathaus macht diese besondere Entstehungsgeschichte greifbar und erinnert daran, wie aus vielen einzelnen Lebenswegen eine gemeinsame Stadtgesellschaft gewachsen ist.
Eine wichtige Rolle spielen dabei die Landsmannschaften. Im Heimathaus haben sie einen Ort, an dem sie ihre Bräuche, ihre Musik, ihre Tänze und ihre Traditionen pflegen und an jüngere Generationen weitergeben können.
Doch das Heimathaus ist nicht allein ein Ort der Erinnerung. Ausstellungen, Vorträge, Kurse und gesellige Treffen gehören ebenso zum Programm wie die Angebote der Volkshochschule. So schlägt das Haus eine Brücke zwischen den Anfängen der Stadt und dem heutigen alltäglichen Leben ihrer Bürgerinnen und Bürger.
„Das Heimathaus hält unsere Geschichte sichtbar. Es erinnert daran, dass Traunreut keine Stadt mit einer jahrhundertealten, geradlinigen Entwicklung ist, sondern eine Stadt, deren Identität sich innerhalb weniger Jahrzehnte aus ganz unterschiedlichen Erfahrungen und Lebensgeschichten herausgebildet hat“, erinnert Erster Bürgermeister Hans-Peter Dangschat in seiner Festansprache.
Die Stadt unterstützt den Verein, indem sie ihm das Gebäude kostenfrei zur Verfügung stellt. Dangschat würdigte insbesondere den ehrenamtlichen Einsatz der Vereinsmitglieder, die das Haus pflegen, historische Zeugnisse bewahren und Veranstaltungen organisieren. Neben dem Vorsitzenden Gerhard Wonner hob er auch Reinhold Fuchs hervor, der den Verein seit seinen Anfängen begleitet und seine Entwicklung mitgetragen hat. Sein Dank galt auch Fritz Bantscheff, der sich seit vielen Jahrzehnten für das Heimathaus engagiert, und Julius Wachsmann, dem letzten lebenden Gründungsmitglied des Vereins.
Wie vielfältig das kulturelle Leben im Heimathaus ist, zeigte auch das Jubiläumsprogramm: Die Weidenthaler Chormädels, die Kinder- und Jugendtanzgruppe der Siebenbürger Sachsen, die Stadtkapelle Traunreut, der Chor Hoffnung, eine Gruppe Russlanddeutscher und die Singgruppe der Banater Schwaben gestalteten die Feier musikalisch und tänzerisch. Zusammengestellt hatte das Programm Richard Schneider, Vorsitzender der Siebenbürger Sachsen in Traunreut.
Auch nach 50 Jahren erfüllt das Heimathaus seinen ursprünglichen Zweck: Es bewahrt die Geschichte Traunreuts, hält kulturelle Traditionen lebendig und bietet den Vereinen Raum für ihre Arbeit.







Anfang Oktober haben die Stadtwerke Traunreut einen Rohrbruch an der Fernwärmeleitung in der Agnes-Miegel-Straße behoben. Auf die undichte Stelle aufmerksam wurden die Mitarbeiter durch ungewöhnlich hohe Mengen an aufbereitetem Heizwasser, die in das Leitungsnetz nachgespeist wurden. Eine auf Lecksuche spezialisierte Fachfirma konnte die Ursache rasch eingrenzen und die undichte Stelle punktgenau an einem Hausanschluss lokalisieren.
„Danach ging alles sehr schnell“, berichtet Stefan Anawenter, Betriebsleiter Fernwärmeversorgung der Stadtwerke Traunreut. Ein Bagger hob einen rund zwei Meter tiefen und zehn Meter langen Graben aus und legte die Schadensstelle frei. Am nächsten Morgen wurde die Hauptleitung abgesperrt. Die Eigentümer und Hausverwaltungen der betroffenen Gebäude waren vorab über die Einschränkung der Wärmeversorgung informiert worden.
Da es Anfang Oktober noch vergleichsweise warm war und die Heizungen noch nicht liefen, beschränkten sich die Auswirkungen auf die Warmwasserversorgung. Noch am selben Tag schnitt dann eine Rohrbaufirma gemeinsam mit den Stadtwerken den undichten Leitungsabschnitt heraus und schweißte ein neues Teilstück ein. Am Abend konnte die Hauptleitung wieder in Betrieb genommen werden.
Wenige Tage später wurde auch der Graben in einem Grünstreifen auf Privatgrund wieder verfüllt. Damit ist der Rohrbruch behoben. Sichtbar bleibt vorerst nur eine kahle Stelle im Grünbereich, auf der bald wieder Gras wachsen soll.



Aufgrund von Arbeiten im Auftrag der DB RegioNetz Infrastruktur GmbH wird der Bahnübergang an der Porschestraße 2 in Traunreut von Samstag, 24. Oktober, bis voraussichtlich Sonntag, 6. Dezember 2026, vollständig gesperrt. Die Sperrung betrifft Autos, Fahrräder und Fußgänger.
Im Zuge der Arbeiten wird unter anderem die Weiche ausgebaut. Zudem werden der Belag des Bahnübergangs sowie die technische Innenanlage erneuert.
Der Verkehr wird über den Traunring, die Muna- und die Werner-von-Siemens-Straße umgeleitet. Die Umleitung ist ausgeschildert.
Die Zufahrt zur Traunpassage bleibt während der gesamten Bauzeit auch über die Porschestraße möglich.

Zwei Schläge, dann lief das Bier: Mit einem zünftigen Bieranstich hat Erster Bürgermeister Hans-Peter Dangschat gestern Abend die Traunreuter Kirta eröffnet. Das eigens für die Kirta gebraute Festbier aus Stein floss anschließend in die Krüge der Gäste. Die Kirta-Hütte war zum Auftakt bis auf den letzten Platz gefüllt.
„Schöner kann ein Start kaum sein“, freute sich Hans-Peter Dangschat, der gut gelaunt die zahlreichen Besucherinnen und Besucher sowie die Vertreter der umliegenden Gemeinden, die zum Tag der guten Nachbarschaft gekommen waren, begrüßte. „Die Kirta ist eine meiner liebsten Veranstaltungen in Traunreut. Zusammenkommen und miteinander feiern ist für eine Stadtgesellschaft wichtig. Umso mehr freue ich mich, dass wir in diesem Jahr gleich an drei Wochenenden Gelegenheit dazu haben“, sagte der Bürgermeister.
Gemeinsam mit Geschäftsführer Markus Milkreiter und Vertriebsleiter Christian Eder, beide von der Schlossbrauerei Stein, sowie Festwirt Andreas Schmidt stieß Dangschat auf eine fröhliche und friedliche Kirta an. Anschließend wurde gefeiert: mit den Bürgermeisterkolleginnen und -kollegen aus Altenmarkt, Chieming, Nußdorf, Palling, Seeon-Seebruck und Unterwössen sowie Mitgliedern des Stadtrats und Vertreter der Kirche Traunreuts.
TraunSound heizt dem Festzelt ein
Für den passenden Auftakt auf der Bühne sorgte die Chiemgauer Band TraunSound. Mit einem vielseitigen Repertoire von bayerischen Hits und Austropop über Schlager bis hin zu Klassikern und aktuellen Chart-Hits traf sie den Geschmack des Publikums und brachte in kürzester Zeit die Hütte zum Beben. Bis zum Ende um 24 Uhr wurde ausgelassen und friedlich gefeiert.
Weiter geht es heute, Samstag, 17. Oktober, mit der Band SööR und am kommenden Freitag, 23. Oktober, übernimmt Orange Club beim Tag der Betriebe die Bühne. Ein besonderer Termin steht am Samstag, 24. Oktober, an: Zum 55-jährigen Bestehen des Trachtenvereins GTEV D’Traunviertler Traunwalchen findet der Kirta-Tanz mit der Irger Tanzlmusi statt.
Kirta-Hoagascht am Sonntag
Ein zusätzlicher Festtag erwartet die Besucherinnen und Besucher am Sonntag, 25. Oktober. Von 9 bis 15 Uhr laden Kinder- und Jugendgruppen sowie die Aktiven des GTEV D’Traunviertler gemeinsam mit der Oberboarischen Soatnmusi zum beliebten Hoagascht ein.
Am letzten Kirta-Wochenende ist wieder einiges geboten. Am Freitag, 30. Oktober, spielt das Onkel Bazi Orchester. Außerdem verlost die Steiner Brauerei den Steiner Almenpass. Mit der Band Last 5 klingt die Kirta am Samstag, 31. Oktober, aus. Für das letzte Wochenende können noch Tische reserviert werden. Wer spontan vorbeikommen möchte, findet aber an allen Kirta-Abenden noch Platz, denn dafür werden eigens Plätze freigehalten. Weitere Informationen und Tischreservierungen unter www.traunreuter-kirta.de.

O’zapft ist: v. li. Beate Schmidt und Festwirt Andreas Schmidt, Christian Eder, Vertriebsleiter der Schlossbrauerei Stein, Erster Bürgermeister Hans-Peter Dangschat und Markus Milkreiter, Geschäftsführer der Schlossbrauerei Stein, stießen auf eine fröhliche und friedliche Kirta an. (Bildnachweis: Foto Gastager)

TraunSound sorgte für eine ausgelassene, fröhliche Stimmung in der vollen Kirta-Hütte. (Bildnachweis: Foto Gastager)
Wegen der Verlegung von Hausanschlüssen wird der Traunring von Montag, 19. Oktober bis voraussichtlich Freitag, 30. Oktober im Bereich zwischen Hausnummer 24 und 26 vollständig gesperrt.
Die Sperrung betrifft Autos, Fahrräder und Fußgänger.
Der Verkehr wird über die Carl-Köttgen-Straße, den Rathausplatz und die Eichendorffstraße umgeleitet. Die Umleitung ist ausgeschildert.
Vier Mitglieder der Kreisgruppe der Siebenbürger Sachsen haben sich am Montag, 12. Oktober ins Goldene Buch der Stadt Traunreut eingetragen. Bei einem Empfang im Rathaus honorierte Erster Bürgermeister Hans-Peter Dangschat ihren jahrzehntelangen Einsatz für die Gemeinschaft und den Erhalt ihrer Kultur. Anlass war auch das 30. Kronenfest, das die Kreisgruppe in diesem Jahr gefeiert hat.
Im Rahmen einer kleinen Feierstunde würdigte Erster Bürgermeister Hans-Peter Dangschat die Verdienste von vier langjährigen Mitgliedern der Kreisgruppe Traunreut. Dazu gehörten der Ehrenvorsitzende Norbert Klein, der die Gruppe von 2002 bis 2014 leitete, und der heutige Vorsitzende Richard Schneider, der dieses Amt seit 2014 innehat. Auch Oswald Zerwes, von 1992 bis 1994 stellvertretender Vorsitzender und heute Verwalter des Kulturguts und Reisereferent, durfte sich ins Goldene Buch eintragen. Als „lebende Enzyklopädie“ kennt er die Geschichte der Gruppe wie kaum ein anderer. Andres Lauer, seit 2006 stellvertretender Vorsitzender und seit vielen Jahrzehnten Leiter der Jugend und der Tanzgruppen, komplettierte die Runde.
„Die vier Geehrten haben die Kreisgruppe in unserer Stadt über viele Jahre geprägt und dazu beigetragen, dass die Kultur der Siebenbürger Sachsen in Traunreut bis heute lebendig ist. Mit ihrem Einsatz bewahren sie die Traditionen ihrer Siebenbürgischen Heimat und geben sie an die nächste Generation weiter. Veranstaltungen wie das Kronenfest oder der Kathreinenball sind längst feste Bestandteile des kulturellen Lebens unserer Stadt. Dass diese Feste Jahr für Jahr mit so viel Engagement organisiert und gefeiert werden, verdient große Anerkennung“, betonte Hans-Peter Dangschat.
Die Kreisgruppe Traunreut wurde am 8. November 1974 in Traunreut gegründet. Neben der Unterstützung von Landsleuten beim Neuanfang gehörten die Pflege des Brauchtums und die Weitergabe der eigenen Kultur von Beginn an zu ihren wichtigsten Aufgaben. Mit Tanzgruppen und Festen wie dem Kronenfest, das in diesem Jahr zum 30. Mal stattfand, halten die Siebenbürger Sachsen ihre Tradition bis heute lebendig.
Norbert Klein dankte Hans-Peter Dangschat: „Wir Siebenbürger Sachsen haben nach schweren Zeiten in Bayern eine neue Heimat gefunden. Wir wurden hier mit viel gutem Willen aufgenommen, konnten uns integrieren und ein neues Leben aufbauen. Dafür sind wir sehr dankbar – vor allem, wenn man sieht, wie schwer es fremde Leute heute oft haben, nicht in Deutschland, aber anderswo in der Welt.“

Vier Siebenbürger Sachsen der Kreisgruppe Traunreut mit Eintrag ins Goldene Buch geehrt: v. l. Stellvertretender Vorsitzender Andres Lauer, Verwalter des Kulturguts und Reisereferent Oswald Zerwes, Erster Bürgermeister Hans-Peter Dangschat, Ehrenvorsitzender Norbert Klein und Vorsitzender Richard Schneider.
Kindercampus, Munapark West, öffentliche Plätze: Bei der ersten Bürgerversammlung des Jahres informierte Erster Bürgermeister Hans-Peter Dangschat am Montag, 12. Oktober, im Traunreuter k1 über die Entwicklung der Stadt. Über 100 Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, ihre Anliegen direkt anzusprechen.
„Die Bürgerversammlungen sind für mich die wichtigsten Veranstaltungen im Jahr. Denn hier kann ich mit Ihnen persönlich ins Gespräch kommen und wir können direkt besprechen, was Sie bewegt“, sagte Erster Bürgermeister Hans-Peter Dangschat zur Begrüßung. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der verschiedenen Fachbereiche standen nach seinem Bericht an Informationsständen für Fragen bereit. Themen, die auch für andere Besucher interessant waren, griff Moderatorin Evi Dettl, Leiterin der Stabsstelle Koordination und Kommunikation, anschließend im Plenum auf.
Kindercampus, Straßenbau und neue Wohnungen
Beim größten Bauprojekt der Stadt ist bereits viel geschafft: Am Kindercampus wurde in diesem Jahr Richtfest gefeiert, inzwischen laufen der Innenausbau sowie der Einbau von Fenstern und Holzfassaden. Zum Schuljahr 2027/2028 soll die neue Grundschule Nord fertig sein. Danach wird das alte Schulgebäude abgerissen und macht Platz für eine Kindertagesstätte, die 2029 eröffnen soll. Künftig können auf dem Campus Kinder von null bis zehn Jahren betreut werden. Die Grundschule bietet Platz für drei Klassen pro Jahrgang und einen gebundenen Ganztag. Als Startchancen-Schule erhält sie zudem eine besondere Förderung, um Kindern bessere Bildungschancen zu ermöglichen.
In Traunwalchen ist die neue Kita Mariä Geburt bereits seit September in Betrieb. Mit etwas Verzögerung folgt bald auch die Kita Zaubergarten. Eine Besonderheit der Einrichtung in der Gartenstraße ist die Zusammenarbeit mit der Firma Heidenhain. Das Unternehmen beteiligt sich an den Bau- und Betriebskosten und wird die Kita als Betriebskindergarten für seine Beschäftigten nutzen.
Auch bei den Straßenbaumaßnahmen geht es weiter. Der Frühlinger Spitz wurde verbreitert und mit einem baulich getrennten Geh- und Radweg ausgestattet. Das soll vor allem für Schülerinnen und Schüler sowie für die Beschäftigten der Firma BSH mehr Sicherheit bringen. Derzeit wird die Gemeindeverbindungsstraße von Haßmoning nach Pattenham ausgebaut. Der Abschnitt auf Traunreuter Stadtgebiet soll bei geeigneter Witterung im Dezember fertig sein. Im Frühjahr 2027 folgt die Strecke bis Truchtlaching auf dem Gebiet der Gemeinde Seeon-Seebruck.
Am Munapark West ist nach langer Pause wieder Bewegung auf der Baustelle. Geplant sind ein Aldi-Markt, weitere Einzelhandelsangebote, Büroflächen, eine Seniorenwohnanlage mit 76 Wohnungen und 84 weitere Wohnungen, vor allem für Familien. Für mehrere Bauabschnitte ist der Baubeginn 2027 vorgesehen. Auch beim Wohnungsbau insgesamt will die Stadt schneller vorankommen und die Möglichkeiten des sogenannten Bauturbos nutzen. Damit sollen beispielsweise Aufstockungen und Umbauten einfacher werden.
Neues digitales Angebot im Bürgerservice
Eine Neuerung steht im Bürgeramt an: Ab Mitte November sollen Bürgerinnen und Bürger mit Bürgerservice-Live ausgewählte Anliegen rechtssicher und datenschutzkonform online erledigen können. Dazu gehören etwa Führungszeugnisse, Meldebescheinigungen und Rentenauskünfte. Der Gang ins Rathaus wird damit in vielen Fällen überflüssig, ist aber natürlich nach wie vor möglich.
Öffentliche Plätze für alle zurückgewinnen
Im Plenum wurde dann abschließend besonders intensiv über die Situation am Eichendorff-Park und am St.-Georgs-Platz diskutiert. Bürgerinnen und Bürger berichteten von Lärmbelästigungen, randalierenden und alkoholisierten Personen, Müll und abgestellten Fahrzeugen. Die Stadt kenne die Probleme und arbeite gemeinsam mit der Polizei an Lösungen. Dazu gehören verstärkte Kontrollen, Platzverweise und die Ahndung von Verstößen, so Erster Bürgermeister Dangschat.
Ein Abbau der Holzhäuschen am Eichendorff Park ist laut Dangschat nicht möglich, da es sich um eine geförderte Maßnahme handelt. Man wolle außerdem nicht, dass sich die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger von einer kleinen Minderheit verdrängen lasse. Ziel sei vielmehr, Störungen konsequent zu verfolgen und den Platz für die friedliche Stadtgesellschaft zurückzugewinnen.
Auch kleinere, aber für den Alltag wichtige Anliegen kamen zur Sprache. So fragte ein Besucher nach den Bänken entlang der Spazier- und Radwege zwischen Traunwalchen und Hörzing. Hier sagte der Erste Bürgermeister unkomplizierte Unterstützung durch den Bauhof zu. Auch ungünstig platzierte Mülleimer könnten versetzt werden.
Grünes Licht gab es auch für die öffentliche Nutzung der Außenanlagen des neuen Kindercampus nach der Fertigstellung. Die sei von Anfang an mitgedacht worden, so Dangschat. Auch den Wunsch nach einer Boccia-Bahn nahm der Erste Bürgermeister mit und sagte zu, die Möglichkeiten zu prüfen.
Die Bürgerversammlung in Traunreut war der Auftakt zu insgesamt vier Terminen. Neben zwei weiteren Präsenzveranstaltungen in Traunwalchen und Sankt Georgen am 20. bzw. 21. Oktober, wird es auch wieder eine Online-Bürgerversammlung am 28. Oktober geben.

Die Vorfreude auf die Traunreuter Kirta steigt: Bei der Bierprobe am Montag, 12. Oktober, stand das Festbier für die diesjährige Veranstaltung im Mittelpunkt. Gebraut wird es natürlich auch in diesem Jahr von der heimischen Schlossbrauerei Stein. Erster Bürgermeister Hans-Peter Dangschat, Brauerei-Geschäftsführer Markus Milkreiter, Christian Ehinger (Amtsleiter Kultur, Stadt Traunreut), Christian Eder (Vertriebsleiter Schlossbrauerei Stein) und Braumeister Sebastian Lochner überzeugten sich gemeinsam von dem süffigen Festbier, das ab Freitag, 16. Oktober in der Kirtahütte ausgeschenkt wird.
„Die Kirta bringt die Menschen in unserer Stadt zusammen – zum Ratschen, zum Feiern und um gemeinsam eine gute Zeit zu verbringen. Dazu gehört natürlich auch ein gutes Bier aus der Region. Ich freue mich auf drei gesellige Wochenenden und viele Begegnungen in unserer Kirta-Hütte“, so Erster Bürgermeister Hans-Peter Dangschat.

Erstmals erstreckt sich die Traunreuter Kirta über drei Wochenenden: Bis zum 31. Oktober erwarten die Gäste in der Hütte am Marktplatz Live-Musik, bayerische Schmankerl und unterhaltsame Stunden. Der Eintritt ist frei. Anlass für die Verlängerung ist die große Nachfrage im vergangenen Jahr, als die Hütte freitags und samstags regelmäßig voll war. Ein besonderer Höhepunkt wird das zweite Festwochenende, an dem der GTEV D’Traunviertler Traunwalchen sein 55-jähriges Bestehen feiert. An diesem Wochenende öffnet die Kirta auch am Sonntag für einen Hoagascht mit den Trachtlerinnen und Trachtlern. Auch Gäste aus den Partnerstädten Nettuno in Italien, Virovitica in Kroatien und Lucé in Frankreich haben ihren Besuch angekündigt.
Tischreservierungen und weitere Informationen unter www.traunreuter-kirta.de. Für das erste Kirta-Wochenende sind schon alle möglichen Reservierungen ausgeschöpft, aber für spontane Besucherinnen und Besucher stehen immer auch freie Tische ohne Reservierung zur Verfügung. Früh da sein oder eine Reservierung für die weiteren Wochenenden lohnen sich.
Im April hat Brückner Maschinenbau einen neuen Standort in Traunreut bezogen. In Oberdorf bündelt das Unternehmen die Vorbereitung von Komponenten und Modulen sowie die zugehörigen Lager- und Logistikprozesse. 60 Jahre lang waren diese Aufgaben direkt am Unternehmenshauptsitz in Siegsdorf angesiedelt. In Oberdorf sind die bislang auf mehrere Bereiche und externe Lager verteilten Aktivitäten nun an einem Standort zusammengeführt. Kürzere Wege und eine bessere Abstimmung ermöglichen effizientere Arbeitsabläufe.

Inzwischen ist der Betrieb gut angelaufen und CEO Nicolas Beyl hat dem Ersten Bürgermeister Hans-Peter Dangschat den neuen Standort des Unternehmens bei einer Führung näher vorgestellt. Ein Rundgang durch die Gebäude und Hallen bot Einblicke in die modernen Arbeitsbereiche für die Vorbereitung von Komponenten und Modulen sowie die Logistik. „Die Ansiedlung von Brückner Maschinenbau ist ein positives Signal für die stete Weiterentwicklung der Stadt Traunreut als starker Wirtschaftsstandort. In diesen neuen Gebäuden zeigt sich, wie moderne Arbeitsbereiche und durchdachte Abläufe ineinandergreifen“, so Dangschat.
Das rund 48.000 Quadratmeter große Gelände verbindet bestehende Gebäude mit neu errichteten Hallen, die gezielt auf die betrieblichen Anforderungen ausgerichtet sind. Optimierte Raumaufteilungen und eine moderne technische Ausstattung schaffen die Voraussetzungen für zuverlässige Abläufe und hohe Qualitätsstandards. Verbesserte Kransysteme ermöglichen zudem eine sichere und effiziente Handhabung der Komponenten.
Parallel zur Bündelung der Aktivitäten in Oberdorf investiert Brückner Maschinenbau auch am Hauptsitz in Siegsdorf. Dort ist ein neues Customer Innovation Center geplant, das bis 2029 fertiggestellt werden soll. Es soll zusätzliche Möglichkeiten für Entwicklung, Erprobung und Zusammenarbeit schaffen. Brückner Maschinenbau entwickelt seit 1960 Anlagen zur Herstellung von Kunststofffolien für Verpackungen und technische Anwendungen. Weltweit sind mehr als 1.000 Brückner-Anlagen im Einsatz. Das Unternehmen gehört zur familiengeführten Brückner Group mit rund 3.200 Beschäftigten an 21 Standorten in zwölf Ländern.

Ein besonderer Geburtstag gab im Seniorenwohnen der Lebenshilfe Traunreut Anlass zur Freude: Edelgard Knirsch wurde 90 Jahre alt. Sie ist die erste Bewohnerin der Einrichtung, die dieses Alter erreicht hat. Am Tag ihres Geburtstages, dem 26. September, feierte Edelgard Knirsch im Familienkreis in Adlgaß. Später wurde auch in ihrer Wohngruppe gemeinsam gefeiert. Bei einer weiteren Feierstunde gratulierten Zweiter Bürgermeister Reinhold Schroll und der Bereichsleiter der Lebenshilfe Andreas Falterer mit Blumen und herzlichen Worten.

Neben den Gratulationen für die Jubilarin war der Besuch auch ein Zeichen der Wertschätzung für die wichtige Arbeit der Lebenshilfe, die Edelgard Knirsch seit vielen Jahren begleitet. Seit ihrer Geburt lebt Edelgard Knirsch mit einer körperlichen und einer kognitiven Behinderung. 1999 zog sie in das Haus Pertenstein der Lebenshilfe und war in der Lebenshilfe-Werkstatt tätig. 2013 wechselte sie in das damals neu eröffnete Seniorenwohnen. Dort gehört sie zu den Bewohnerinnen und Bewohnern der ersten Stunde. Bis heute erfreut sich Edelgard Knirsch guter Gesundheit.
1936 in Nordmähren geboren, erlebte sie bereits als junges Mädchen Flucht und Vertreibung. Der Weg der Familie führte zunächst nach Reit im Winkl, wo die heute 90-Jährige die Schule besuchte. 1951 zog die Familie nach Traunreut. Die Aufbaujahre und die Entwicklung der jungen Gemeinde und späteren Stadt hat Edelgard Knirsch von Anfang an miterlebt. Ihr Vater, der Lehrer und Musikpädagoge Siegfried Knirsch, prägte das musikalische Leben und die Jugendarbeit in den Aufbaujahren Traunreuts. Als „Vati Knirsch“ begeisterte er junge Menschen für gemeinsames Singen, Musizieren und Tanzen. Er baute eine Jugendblaskapelle auf, die als Vorläuferin der späteren Stadtkapelle gilt. Noch heute erinnert der Siegfried-Knirsch-Weg in Traunreut an ihn.
Auch für Edelgard Knirsch selbst gehören Musik und Gemeinschaft seit jeher zum Leben. Sie hat immer gerne gesungen, getanzt und Theater gespielt. Passend dazu wurde auch die Feierstunde musikalisch begleitet. Zu den Klängen einer Ziehharmonika sang die Jubilarin zusammen mit ihrer Schwester Rothraud Knirsch, den Bewohnerinnen und Bewohnern, dem Betreuungsteam und den Festgästen vertraute Lieder.
Die Stadt Traunreut wünscht Edelgard Knirsch und ihrer gesamten Wohngruppe weiterhin viele gesellige Stunden und vor allem Gesundheit.


