Am 19. Januar 1946 begann die schreckliche Vertreibung der Ungarndeutschen, und die ersten von insgesamt weit über 200.000 Menschen mussten ihre Heimat verlassen. Zum 80. Jahrestag dieses traurigen Ereignisses fand in München am Montag eine Gedenkveranstaltung statt. In Anwesenheit des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier und des ungarischen Staatspräsidenten Dr. Tamás Sulyok wurde in der Allerheiligen Hofkirche an die Opfer der Vertreibung erinnert.

Auch Traunreuts Erster Bürgermeister Hans-Peter Dangschat war unter den geladenen Gästen. „Es war mir eine große Ehre für unsere Stadt an der Gedenkveranstaltung teilzunehmen und zusammen mit meinen beiden Bürgermeisterkollegen aus unseren Schwesterstädten Waldkraiburg und Geretsried mit unserem Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier ins Gespräch zu kommen. Wir teilen als Vertriebenenstädte große Teile unserer Geschichte. Traunreut hat in seinen Gründungsjahren vielen Menschen eine Heimat geboten, die zuvor ihre Heimat durch Gewalt verloren hatten. Auch nach der schrecklichen Vertreibung der Ungarndeutschen fanden Menschen hier ein neues Zuhause. Es ist wichtig, an das Leid dieser Zeit zu erinnern, und wir müssen alles dafür tun, dass so etwas nie wieder passiert“, so Hans-Peter Dangschat.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und der ungarische Staatspräsident Dr. Tamás Sulyok erinnerten in ihren Festreden an das Leid der Betroffenen und betonten, wie wichtig Erinnerungskultur, Versöhnung und der Zusammenhalt Europas sei. „Dass wir heute zu dieser Gedenkstunde zusammenkommen, in dieser besonderen und dankbaren Atmosphäre, das haben wir vielen Menschen und ihrem auf Frieden und Verständigung zielenden Handeln zu verdanken. Unsere Aufgabe ist es, und die Aufgabe der nächsten Generation, daran anzuknüpfen“, betonte Steinmeier.

Besonders berührend war der Auftritt der 1934 geborenen Zeitzeugin Anna Hahn, die mit 12 Jahren aus dem ungarischen Pusztavám fliehen musste und in Oberbayern ein neues Zuhause fand. Feierlich begleitet wurde der Abend von der Schauspielerin Szandra Holczinger am Gesang und Mariann Moinár am Akkordeon. Im Anschluss an die offizielle Gedenkfeier wurden alle Gäste von Frank-Walter Steinmeier und seiner Ehefrau Elke Büdenbender zu einem Empfang eingeladen.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Traunreuts Erster Bürgermeister Hans-Peter Dangschat, Michael Müller (Erster Bürgermeister Stadt Geretsried), Elke Büdenbender
Hans-Peter Dangschat mit seinen Bürgermeisterkollegen aus unseren Schwesterstädten Waldkraiburg (Robert Pötzsch) und Geretsried (Michael Müller)

Beim gestrigen Seniorentreff im Mehrgenerationenhaus stand erneut das Miteinander im Mittelpunkt. In gemütlicher Atmosphäre kamen Seniorinnen und Senioren aus dem Stadtgebiet bei Kaffee und Kuchen zusammen, tauschten sich aus, knüpften neue Kontakte und informierten sich über mögliche Alltagshilfen. 

Der monatliche Seniorentreff bietet Raum für Begegnung, Gespräche und gegenseitige Unterstützung – ein Angebot, das von vielen gerne angenommen wird.

Ein herzlicher Dank gilt dem Seniorenbeirat, der diese Treffen regelmäßig organisiert und damit einen wichtigen Beitrag gegen Einsamkeit im Alter leistet.  

Der Seniorentreff findet jeden dritten Dienstag im Monat statt.
Der nächste Termin ist am Faschingsdienstag, 17. Februar. 

Die Freiwillige Feuerwehr Traunwalchen steht unter neuem Kommando. Bei den turnusmäßigen Neuwahlen wählten die Mitglieder Sebastian Kiefersbeck, den bisherigen stellvertretenden Kommandanten, zum Ersten Kommandanten und Florian Schillmeier zu seinem Stellvertreter. Kiefersbeck folgt auf Matthias Besuch, der nicht mehr zur Wiederwahl antrat.

Die Wahl der beiden Führungskräfte fand bereits im Dezember unter der Leitung von Erstem Bürgermeister Hans-Peter Dangschat statt. Nun stellten sich Kiefersbeck und Schillmeier im Hauptausschuss der Stadt Traunreut offiziell vor und wurden dort einstimmig bestätigt.

Bürgermeister Dangschat gratulierte den beiden Feuerwehrmännern herzlich zu ihrer neuen Aufgabe und würdigte das große ehrenamtliche Engagement aller Einsatzkräfte. „Wer in der Feuerwehr Verantwortung übernimmt, entscheidet sich bewusst dafür, Zeit, Kraft und oft auch persönliche Sicherheit für andere einzusetzen. Dieses Engagement ist nicht selbstverständlich und ich bin dafür sehr dankbar“, sagte Dangschat. Er betonte die Bedeutung der engen und verlässlichen Zusammenarbeit aller Feuerwehren im Stadtgebiet, die sich in den vergangenen Jahren bewährt habe. 

Auch bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Traunwalchen, die am Wochenende stattfand, zogen die Einsatzkräfte eine positive Bilanz des vergangenen Jahres. Neben dem Einsatzgeschehen wurde dabei besonders ein Schritt für die Zukunftssicherung der Feuerwehren hervorgehoben: die Gründung der Kinderfeuerwehren in Traunwalchen, Matzing, Stein und Traunreut.

Bildunterschrift:
Die Freiwillige Feuerwehr Traunwalchen steht unter neuem Kommando: v. li. Erster Bürgermeister Hans-Peter Dangschat gratuliert dem stellv. Kommandanten Florian Schillmeier und dem Ersten Kommandanten Sebastian Kiefersbeck zur neuen Aufgabe.  

Traunreut hat einen neuen Stadtplan: Die Stadt Traunreut hat eine aktualisierte Neuauflage herausgegeben, die sowohl für Bürgerinnen und Bürger als auch für Gäste eine verlässliche Orientierung bietet. Neben dem Stadtgebiet mit den Ortsteilen umfasst der Plan auch eine Übersichtskarte der umliegenden Gemeinden.

Die neue Ausgabe trägt der Entwicklung Traunreuts Rechnung. Berücksichtigt sind unter anderem neue Straßenbezeichnungen in Neubaugebieten wie Stocket sowie die neuen Kindertagesstätten in Traunwalchen oder Traunreut. Ergänzt wird der Stadtplan durch eine Auflistung öffentlicher Einrichtungen und wichtiger Adressen in Traunreut, darunter u. a. Kirchen, Schulen sowie Sport- und Freizeitanlagen sowie spannende Einblicke in die vielseitige Stadtgeschichte.

Auch für Besucherinnen und Besucher hält der Plan zahlreiche Anregungen bereit. Fünf ausgewiesene Radwege in und um Traunreut, Spazierwege sowie eine Übersichtskarte der Region mit insgesamt 27 Tourenbeschreibungen laden dazu ein, die Urlaubsregion Chiemgau-Chiemsee per Rad zu erkunden. Vorgestellt werden besondere Touren wie der Archäologische Rundweg in Seebruck, die 16-Seenrunde, die über die Seeoner Seen bis zur Eggstätt-Hemhofer-Seenplatte führt oder eine Brauereitour.

Der Stadtplan ist vollständig werbefinanziert, sodass der Stadt keine zusätzlichen Kosten entstanden sind. Er liegt ab sofort im Rathaus aus und kann dort kostenfrei abgeholt werden.

Bildunterschrift:
Elisabeth Schmid vom Stadtmarketing stellt den neuen Stadtplan vor.

Von Donnerstag, 22. Januar bis Samstag, 24. Januar 2026, findet in Stein an der Traun die
48. Stadtmeisterschaft im Sportschießen statt. In diesem Jahr übernimmt die Sportschützengesellschaft Stein–St. Georgen die Ausrichtung des traditionsreichen Wettbewerbs.

Schirmherr der Stadtmeisterschaften ist Erster Bürgermeister Hans-Peter Dangschat, der diese Aufgabe erneut mit großer Freude übernommen hat und auch in diesem Jahr die Ehrenscheibe stiftet. „Vielen Dank an die Schützen, die dieses wichtige gesellschaftliche Ereignis wieder mit großem Engagement organisieren. Es ist mir eine Freude, als Schirmherr dabei zu sein“, betonte Bürgermeister Dangschat bei der Übergabe der Ehrenscheibe im frisch renovierten Schießstand der SSG Stein–St. Georgen.

Insgesamt sechs Vereine sind für die Stadtmeisterschaften gemeldet. Neben der SSG Traunreut beteiligen sich die SG Traunwalchen, die SG „Zur Heimat“ Matzing, die SG Hörpolding, die SG Oberweißenkirchen-Pierling sowie der Ausrichter SSG Stein–St. Georgen.

Geschossen wird im Schießstand in Stein, gegenüber dem Steiner Bräustüberl. Die Schießzeiten sind am Donnerstag, 22. Januar, und Freitag, 23. Januar, jeweils von 18 bis 21 Uhr, sowie am Samstag, 24. Januar, von 14 bis 21 Uhr.

Die Stadtmeisterschaften im Sportschießen sind seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil des sportlichen und gesellschaftlichen Lebens der Stadt Traunreut.

Bildunterschrift:
Freuen sich auf die Stadtmeisterschaft der Sportschützen: v.li. Sportreferent der Stadt Traunreut Alexander Gruber, Erster Bürgermeister Hans-Peter Dangschat, 1. Schützenmeister Klaus Schmid und
2. Schützenmeister Christoph Schmid der SSG Stein-St. Georgen

Die städtische Kinderkrippe „Bunter Schmetterling“ in der Johann-Hinrich-Wichern-Straße 7 lädt am Dienstag, 27. Januar 2026, von 15:30 bis 17:00 Uhr zum Tag der offenen Tür ein. Alle Familien, die sich für einen Krippenplatz interessieren, sind herzlich eingeladen, die Einrichtung kennenzulernen.

An diesem Nachmittag stellt das Team die Pikler-Pädagogik vor, führt durch die liebevoll gestalteten Räumlichkeiten und steht für Fragen rund um den Krippenalltag zur Verfügung. Der „Bunte Schmetterling“ ist eine reine Kinderkrippe ohne Altersmischung, die sich auf Kinder unter drei Jahren spezialisiert hat. In einer Umgebung, die zur Bewegung anregt und seit Jahren das Gütesiegel „besonders entwicklungsfördernd“ trägt, können sich die Kleinsten hier frei entfalten.

Der Anmeldezeitraum für das Krippenjahr 2026/27 läuft vom 1. Februar bis 15. März 2026 und erfolgt online über die städtische Website unter www.traunreut.de > Leben in Traunreut > Kinder, Jugendliche und Familie > Kindertagesstätten.

Das Team des „Bunten Schmetterling“ freut sich auf viele interessierte Besucherinnen und Besucher!

Der Kindergarten St. Georgen lädt am Samstag, 31. Januar 2026, von 13.00 bis 16.30 Uhr zum Tag der offenen Tür in der Weisbrunner Straße 10 ein.

Interessierte Eltern und Familien haben die Gelegenheit, das Offene Konzept sowie die Bildungsräume in entspannter Atmosphäre kennenzulernen und die Einrichtung zu besichtigen. Das Kita-Team gestaltet den Nachmittag mit vielfältigen Mitmachangeboten für Kinder: von der Musik-Glühwürmchen-Werkstatt über Experimente mit Farben, kreative Schneekristall-Gestaltung und freies Bauen bis hin zu Kinderschminken, digitalen Angeboten mit dem iPad, einem Rätsel-Zahlen-Quiz, einer Bewegungsbaustelle und einer gemütlichen Kaffeestube.

Der Elternbeirat sorgt für das leibliche Wohl mit Kaffee, Kuchen und Erfrischungsgetränken.

Das Kita-Team freut sich auf viele interessierte Besucherinnen und Besucher.

Die Stadt Traunreut hat vor kurzem untypischen Besuch erhalten. Eine Delegation aus einer chinesischen Großstadt kam ins Rathaus, um sich über verschiedene Projekte zu informieren. Vor allem Angebote für Menschen mit Behinderung sowie Seniorinnen und Senioren interessierten die Delegation aus China.

Die Initiative für den Besuch in Traunreut kam seitens der Stadt Ganzhou, einer bezirksfreien Stadt in der Provinz Jiangxi der Volksrepublik China. Es handelt sich um eine Großstadt mit insgesamt knapp 9 Millionen Einwohnern, über 1,4 Millionen davon leben in der Kernstadt. Die fünfköpfige Delegation um den stellvertretenden Bürgermeister Pengbo Huang, die Vertreterin der Bezirksregierung Hongmei Liu und die Vorsitzende der Kommunalen Föderation für Menschen mit Behinderung Qingping He besuchte bei ihrem ersten Besuch in Europa neben Traunreut noch eine Stadt in Spanien.

Besonders interessiert war die Delegation an Einrichtungen für Menschen mit Behinderung, inklusive Schul- und Ausbildungsangebote sowie Möglichkeiten für ältere Menschen in Traunreut. An dem Austausch mit Erstem Bürgermeister Hans-Peter Dangschat nahmen daher auch die Quartiersmanagerin der Stadt Nathalie Bickel und die Seniorenreferentin aus dem Stadtrat Angelika Zunhammer teil. Während Einrichtungen wie die Jugendsiedlung Traunreut oder die Lebenshilfe Traunstein im Chiemgau schon seit vielen Jahrzehnten etabliert sind, seien Familien von förderbedürftigen Menschen oder Menschen mit Behinderung in China noch größtenteils alleingelassen, erklärte die Delegation. Gerade die Abläufe in diesen Bereichen interessierten den Besuch aus Ganzhou sehr. Auch die außergewöhnliche Geschichte der Stadt Traunreut, die großen Wirtschaftsunternehmen und aktuelle Projekte der Stadt waren Thema in dem Gespräch, das Rechtsanwältin Nini Heiß als Dolmetscherin begleitete.

Zum Abschluss wurden die Gäste noch zu einer klassisch bayerischen Brotzeit mit kleiner Bierprobe eingeladen, ein durchaus exotischer Genuss beim ersten Besuch in Europa, wie den Gesichtern anzusehen war. Auch für Ersten Bürgermeister Hans-Peter Dangschat war der Termin einer der ungewöhnlichsten in diesem Jahr: „In meinem Kalender sind natürlich immer viele verschiedene Themen vertreten, dieser Besuch aus China war aber bestimmt einer der spannendsten in diesem Jahr. Es ist faszinierend, dass sich so eine große Stadt gerade für Traunreut interessiert, und es freut mich sehr, dass so wichtige Einrichtungen wie die Lebenshilfe und die Jugendsiedlung auch Kommunen in so weiter Ferne inspirieren“, freute sich Dangschat. Ein Gegenbesuch in Ganzhou, das über 8700 Kilometer Luftlinie entfernt liegt, ist aber erstmal nicht geplant.

(v.l.): Dolmetscherin RA Nini Heiß, Seniorenreferentin Angelika Zunhammer, Quartiersmanagerin Nathalie Bickel, Leiterin Allgemeine Verwaltung Sarah Wirth, Erster Bürgermeister Hans-Peter Dangschat, Pengbo Huang (stellvertretender Bürgermeister Ganzhou), Vertreterin der Bezirksregierung Hongmei Liu, Vorsitzende der Kommunalen Föderation für Menschen mit Behinderung Qingping He, Mingsheng Peng (Marketing Ganzhou), Rita Lechenmayr (Leitung Bürgermeisterbüro), Dongliang Liu (Stadt Ganzhou)

Am 15. Dezember feierte Traunreuts Altbürgermeister Franz Parzinger seinen 70. Geburtstag.
Mit einer kleinen Soirée im Studio des k1 gratulierte nun auch die Stadt Traunreut
herzlich. Neben dem Jubilar selbst und dem Ersten Bürgermeister Hans-Peter
Dangschat standen zwei langjährige politische Wegbegleiter Franz Parzingers für Grußworte
auf der Bühne: Altlandrat Hermann Steinmaßl und Ernst Ziegler, der über beide
Amtszeiten hinweg als Zweiter Bürgermeister neben Parzinger tätig war. Musikalisch
begleitet wurde die Feierstunde von Harfinistin Lilly Rücker.

Hans-Peter Dangschat ging in seiner Begrüßung auf den Werdegang und das langjährige
Wirken von Franz Parzinger ein: „Du hast nie den schnellen Applaus gesucht, sondern
Chancen erkannt, Verantwortung übernommen und nachhaltig für unsere Stadt gewirkt“,
so Dangschat.

Das politische Engagement von Franz Parzinger begann bereits 1973, als er zusammen
mit Dr. Peter Ramsauer die Junge Union Traunwalchen gründete. 1990 zog er in den
Traunreuter Stadtrat ein und war dort Mitglied in verschiedenen Ausschüssen und als
Sportreferent engagiert. Im Jahr 2002 wurde Franz Parzinger zum Ersten Bürgermeister
der Stadt Traunreut gewählt – ein Amt, das er 12 Jahre lang bekleiden sollte. Hans-Peter
Dangschat hob in der Feierstunde hervor, dass Parzinger als Rathauschef den Blick fürs
große Ganze nie verlor: „Du hattest den Willen, Traunreut stabil, modern und zukunftssicher
weiterzuentwickeln und hast durch deine Arbeit bis heute Spuren in unserer
Stadt hinterlassen.“

Als Beispiel und kulturellen Leuchtturm, der weit über die Stadtgrenzen hinaus strahlt,
nannte Dangschat das Kultur- und Veranstaltungszentrum k1. Auch in der Stadtentwicklung
habe Parzinger mit mehreren Wohngebieten, Sanierungsmaßnahmen und Neubauten
von Kitas, Stadtwerken und Bauhof viel erreicht, so Dangschat, der auch das überregionale
Engagement Parzingers im Kreistag und als Bürgermeistersprecher im Landkreis
hervorhob. Auch für das bis heute anhaltende ehrenamtliche Engagement im Bayerischen
Landessportverband und als Vorsitzender der vhs Traunreut bedankte sich Hans-
Peter Dangschat im Namen der Stadt Traunreut.

Weitere Glückwünsche kamen von Altlandrat Hermann Steinmaßl, der bereits auf „50
Jahre gemeinsame Wegstrecke“ mit Franz Parzinger zurückblicken kann. Eng verbunden
sind die beiden bis heute über die sogenannten „JU-Veteranen“, die sich immer
noch regelmäßig treffen. Weitere anwesende Vertreter der Gruppe waren die früheren
Bürgermeisterkollegen Konrad Schupfner, Georg Schützinger, Peter Stöger und Bernd
Gietl sowie Hans Wembacher und Goran Nanut. Gemeinsam übergaben sie ein persönliches
Geschenk mit Schnappschüssen aus den 70er Jahren. In seinem Grußwort ging Altlandrat
Steinmaßl auf das frühere „Image-Problem“ der Stadt Traunreut ein: „12 Jahre
Franz Parzinger haben dazu beigetragen, dass die Traunreuter stolz auf ihre Stadt sind
und auch stolz sein können – und darauf kannst du solz sein!“, betonte Hermann Steinmaßl
in seinem kleinen Rückblick auf viele gemeinsame Jahre.

Aus seiner Sicht als späterer Landrat erinnerte sich Steinmaßl an hitzige Debatten in Sachen
Kreishaushalt: „Bitten war eher ein Fremdwort“, sagte er lachend. Im Gedächtnis
geblieben seien ihm außerdem erfolgreiche, von Parzinger angestoßene und umgesetzte
Großprojekte in Traunreut wie der Bau der Walter-Mohr-Realschule oder die Sanierung
von Muna-Gebieten. Auch an tragische und besonders fordernde Momente wie den Felssturz
von Stein erinnerte Steinmaßl in seiner Rede.

Als weiterer enger Wegbegleiter stand schließlich noch Ernst Ziegler auf der Bühne, um
zu gratulieren. Der langjährige SPD-Stadtrat bekleidete von 2002 bis 2014 das Amt des
Zweiten Bürgermeisters hinter Franz Parzinger: „Bei jeder Wahl wollte ich dir den Sessel
streitig machen. Das ist mir nicht gelungen, aber ich durfte dich in unmittelbarer Nähe
begleiten und vertreten – und ich habe die gute, faire und freundschaftliche Zusammenarbeit
immer sehr geschätzt“, so Ziegler. Er sprach von Jahren der Weiterentwicklung
und der großen Veränderungen in Traunreut. Dies sei nur möglich gewesen, weil Parzinger
Ziele vor Augen und den Willen und die Überzeugungskraft hatte, im Stadtrat Mehrheiten
zu finden. „An deinem Arbeitspensum konnte man erkennen, dass du deine Lebensaufgabe
gefunden hattest“, so Ziegler weiter.

Zum Abschluss der Feierstunde ergriff der Jubilar noch selbst das Wort. Franz Parzinger
bedankte sich für die Glückwünsche und zog auch seine ganz eigene Bilanz zu seiner
Zeit als Stadtoberhaupt. In seiner Ansprache ging er auf drei Meilensteine ein, die ihm
persönlich besonders wichtig waren. Neben der Errichtung des Kultur- und Veranstaltungszentrums
k1 und dem weitreichenden Austausch zahlreicher noch aus der Muna-
Zeit belasteten Böden, war das die Fernwärme in Traunreut und die damit verbundenen
Chancen. Bereits 2006 habe es erste Gespräche in Richtung Geothermie gegeben, so
Franz Parzinger. Traunreut sei dafür so interessant gewesen, weil bereits ein Fernwärmenetz
der Stadtwerke vorhanden war. „Die Entscheidung für die Fernwärme und für
ein Geothermiekraftwerk in Traunreut war zukunftsweisend – und durchaus auch mit
Risiko behaftet“, betonte Parzinger. „2014 konnte das Geothermiekraftwerk eröffnet
werden – und heute wissen wir, dass die richtigen Weichen gestellt wurden“, so der Jubilar
weiter. Zum Abschluss richtete der Altbürgermeister seine Worte an alle Verantwortlichen
und die Bürgerinnen und Bürger der Stadt: „Ich wünsche Ihnen allen eine
gute Zukunft in Frieden und Freiheit sowie Gottes Segen.“


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