Am Frühlinger Spitz im Osten Traunreuts zeigt sich derzeit, was möglich ist, wenn Planung, ausführende Firmen und partnerschaftliche Zusammenarbeit ideal ineinandergreifen. Die Bauarbeiten für den Ausbau am Frühlinger Spitz, die ursprünglich bis Mitte Dezember dauern sollten, und im ersten Abschnitt vorsahen, den Bereich vom Mediamarkt bis zum südlichen Ende des BSH-Parkplatzes zu erweitern, konnten bereits Ende November abgeschlossen werden. Darüber hinaus konnte die Baufirma Max Streicher GmbH den Ausbau sogar um rund 250 Meter weiter als im ersten Bauabschnitt eigentlich geplant vorziehen, nämlich bis zur Einfahrt der Schrebergärten und des Waldkindergartens. Ein Erfolg, den so niemand erwartet hatte.

„Dass wir jetzt schon so weit gekommen sind, ist ein Musterbeispiel dafür, wie leistungsfähig ein Projekt werden kann, wenn alle an einem Strang ziehen. Der Ausbau am Frühlinger Spitz gehört zu den wichtigsten Infrastrukturvorhaben der Stadt Traunreut, da er zum einen für die Weiterentwicklung unseres Wirtschaftsstandorts und zum anderen für mehr Verkehrssicherheit – vor allem für die vielen Schülerinnen und Schüler – entscheidend ist. Ich freue mich daher sehr über die Präzision und das Tempo, mit dem hier gearbeitet wurde“, zeigt sich Erster Bürgermeister Hans-Peter Dangschat beeindruckt.

Aufgrund des milden Wetters konnte die Firma Mayer im Auftrag der Straßenbaufirma Anfang Dezember bereits die ersten Bäume auf dem Grünstreifen pflanzen, der künftig die breitere Fahrbahn vom neuen Geh- und Radweg trennen wird. Ab dem 5. Dezember wird die Straße über die Wintermonate nun wieder für den Verkehr geöffnet. Die Baustelle geht dann in die Winterpause.  

Dass der Bau so schnell vorankam, hat mehrere Gründe: „Die vergleichsweise stabilen Witterungsbedingungen im Sommer und Herbst haben den Erdarbeiten in die Karten gespielt. Außerdem wurde früh entschieden, die Straße bereits ab Baubeginn vollständig zu sperren – ein Schritt, der das Arbeiten erheblich effizienter machte und den reibungslosen Ablauf zusätzlich begünstigte“, so Projektleiter Udo Albrich. „Vor allem aber war es die äußerst professionelle und engagierte Leistung aller Beteiligten, die das Projekt in dieser Geschwindigkeit vorangebracht hat. Bauleitung, Baufirma, Spartenträger und Anlieger arbeiteten ebenso konstruktiv zusammen wie die Teams der BSH Hausgeräte GmbH und der Jugendsiedlung. Diese Geschlossenheit hat maßgeblich dazu beigetragen, dass das Projekt nun bereits so weit gediehen ist“, erklärt Albrich.

Der gesamte Ausbau des Frühlinger Spitz umfasst rund 1,2 Kilometer und entsteht in zwei Bauabschnitten. Der erste Abschnitt konnte nun schneller als erwartet abgeschlossen werden. Der zweite Abschnitt beginnt im Frühjahr 2026 und soll bis Juni 2026 realisiert werden. So steht dann eine 6,50 Meter breite Fahrbahn zur Verfügung, auf der der Verkehr sicher und störungsfrei fließen kann. Auch der abgetrennte Geh- und Radweg mit einer Breite von 2,50 Metern kann dann vollständig genutzt werden.

Der erste Bauabschnitt ist bereits fertig und die Straße wird am 5. Dezember über den Winter wieder für den Verkehr freigegeben.

Der vom Bundesrat im Oktober beschlossene „Bau-Turbo“ eröffnet Kommunen bis 2030 außergewöhnlich weitreichende Spielräume. In Traunreut will man diese Chancen nicht nur nutzen, sondern konsequent ausschöpfen. Erster Bürgermeister Hans-Peter Dangschat hat die Stadtverwaltung angewiesen, Bauwillige aktiv zu unterstützen und Verfahren zu beschleunigen. „Wir brauchen dringend mehr Wohnraum. Der Bau-Turbo gibt uns endlich Werkzeuge an die Hand, um bestehende Hürden abzubauen. Traunreut wird hier Möglichmacherin sein“, so Dangschat.

Die Reform erlaubt Kommunen, von Teilen des Bauplanungsrechts abzuweichen, wenn öffentliche und nachbarliche Belange gewahrt bleiben. Dadurch lassen sich Projekte künftig früher genehmigen. Wenn es städtebaulich vertretbar ist dürfen Häuser beispielsweise höher gebaut werden als im Bebauungsplan vorgesehen, und auch Vorhaben am Ortsrand können leichter zugelassen werden. Im Innerortsbereich wird das bisher strenge Gebot des Einfügens in die Umgebung gelockert, wenn dadurch neuer Wohnraum entsteht.

Konkret bedeutet das: Aufstockungen, Umnutzungen oder Hinterlandbebauungen für den Bereich Wohnungsbau können künftig leichter umgesetzt werden. Auch ungenutzte Bestandsflächen lassen sich schneller aktivieren. Für Bürgermeister Dangschat sind die Planungserleichterungen ein entscheidender Hebel: „Bürokratie und Überregulierung haben den Wohnungsbau auch in Traunreut über Jahre gebremst. Jetzt wollen wir aktiv zeigen, dass es auch anders geht. Wer bauen will, soll bei uns schnelle, konstruktive und lösungsorientierte Unterstützung bekommen.“  

Für Traunreut ist der Bau-Turbo damit vor allem eines: ein Beschleuniger, um dringend benötigten Wohnraum zu schaffen und das mit klaren Verfahren, verantwortungsvoller Abwägung und einer Verwaltung, die Projekte aktiv möglich macht.

Bildunterschrift: Erster Bürgermeister Hans-Peter Dangschat sieht große Chancen im neuen Bau-Turbo

Über 20 Teilnehmer und Teilnehmerinnen nahmen im Oktober an der Mitmach-Aktion „Check Dein Haus“ teil, die rund um den Aktionstag Klima-Welt, der am 31. Oktober stattfand, von der Stadt Traunreut initiiert wurde. Engagierte Bürgerinnen und Bürger konnten sich in den Kategorien „Nachbarschaft“ und „Schulklassen“ beteiligen, um möglichst viele Menschen aus dem Traunreuter Stadtgebiet zu einer kostenlose Energieberatung zu motivieren. Dahinter steht ein einfaches Ziel: Hemmschwellen abbauen und sichtbar machen, wo sich im Alltag Energie einsparen und so Klimaschutz ganz konkret umsetzen lässt.

In der Kategorie „Schulklassen“ setzte sich die Klasse 9c des Johannes-Heidenhain-Gymnasiums durch. Als kleines Dankeschön lädt die Stadt die Klasse zu einem gemeinsamen Besuch in der Eisdiele ein. In der Kategorie „Nachbarschaft“ gewann die Gruppe „Steinanger“. Sie sicherte sich den Hauptgewinn, nämlich acht Tickets für das Bergflair Open Air 2026, ein Highlight der Stadt Traunreut im kommenden Sommer.

„Dass so viele Menschen mitgemacht haben, zeigt, dass Klimaschutz vielen Menschen in Traunreut wichtig ist“, freut sich Erster Bürgermeister Hans-Peter Dangschat und ergänzt: „Mit jedem abgeschlossenen Energiecheck wächst die Zahl der Haushalte, die konkrete Hinweise für Sanierungsmaßnahmen und Einsparpotenziale erhalten. All diese gemeinsamen Anstrengungen haben ein Ziel, den Klimaschutz in unserer Stadt zu verbessern.“

Kostenlose Energiechecks: Restkontingent bis Jahresende verfügbar

Die Aktion der kostenlosen Haus-Energiechecks läuft noch bis Ende des Jahres 2025 weiter. Noch steht ein kleines Kontingent zur Verfügung. Interessierte Bürgerinnen und Bürger, die ihre Immobilie energetisch überprüfen lassen möchten, finden alle Informationen sowie die Anmeldung unter traunreut.de/check-dein-haus.


Vielen Dank der Nachbarschaftsgruppe Steinanger für den großartigen Einsatz bei der Mitmach-Aktion “Check Dein Haus”. Franziska McKay (Mitte re.) vom Stadtmarketing der Stadt Traunreut überreicht den Gewinn an Petra Herbst (Mitte li.) aus der Nachbarschaftsgruppe.

Seit acht Monaten wird an der größten Kindertagesstätte in Traunreut gebaut, am Donnerstag war nun Richtfest für den „Zaubergarten“. Gemeinsam mit Erstem Bürgermeister Hans-Peter Dangschat besichtigten Architekten, Planer, Vertreter der Baufirmen, der Dr. Johannes Heidenhain GmbH und des AWO-Kreisverbandes sowie Mitglieder des Bauausschusses im Stadtrat und Nachbarn den fast fertigen Rohbau für das Gebäude, das ab September 2026 Platz für über hundert Kinder bieten wird. Zum Start soll es drei Kindergartengruppen mit je 25 Kindern und drei Krippengruppen mit je 13 Kindern geben. Träger der Einrichtung wird der AWO-Kreisverband Traunstein e.V. sein. Fördermittel für das Projekt gibt es für den klimafreundlichen Neubau mit Holzbauweise sowie die Betreuungsplätze, die dort entstehen.

Die Dr. Johannes Heidenhain GmbH beteiligt sich nicht nur an den Baukosten, sondern später auch am Betrieb der Einrichtung, eine Kooperation, wie sie in der Region einzigartig ist. Ziel der Zusammenarbeit ist, Beschäftigte dabei zu unterstützen, Familie und Beruf zu vereinbaren. „Die enge Partnerschaft zwischen der Stadt Traunreut und der Dr. Johannes Heidenhain GmbH zeigt, dass Kinderbetreuung ein Gemeinschaftsprojekt von Kommune, Wirtschaft und Gesellschaft ist, und das ist ein ganz starkes Signal.“ betonte Erster Bürgermeister Hans-Peter Dangschat, der sich nach dem traditionellen Richtspruch von Zimmerermeister Lukas Hoppe (Eder Holzbau) und dem Erheben der Richtkrone bei allen Beteiligten bedankte, die seit der Planung bis zur jetzigen Umsetzung an dem Projekt beteiligt sind.

Ulrich Farthofer von Farthofer Architekt ging in einer kurzen Ansprache auf die Besonderheiten des nachhaltigen Neubaus ein: „Man riecht sofort das Holz, wenn man den Rohbau betritt,“ betonte der Architekt. Der Neubau entsteht in Holzbauweise. Auf der Bodenplatte aus Stahlbeton sind Wände und Decken aus Massivholz, und nach der Fertigstellung wird eine Fassade aus Lärchenholz sowie ein Gründach mit Photovoltaikanlage den Bau komplettieren.

Insgesamt wird die Kita gut 2.800 Quadratmeter Bruttogrundfläche und 3.100 Quadratmeter Freiflächen bieten. Neben Gruppenräumen entstehen Spielflure, überdachte Spielbereiche, ein Bewegungsraum, eine Mensa und eine Kinderküche. Besondere Elemente wie ein fest installierter Kletterturm an der zentralen Treppe oder im Boden eingelassene Sprungfelder im Obergeschoss zeigen, wie konsequent hier aus der Perspektive der Kinder gedacht wurde.

Über dem zentralen „Marktplatz“, dem Herzstück der Kita, wird ein großzügiges Oberlicht installiert. Von dort führen alle Wege in die Gruppen- und Funktionsräume und schließlich in den Garten. Im Erdgeschoss führt eine umlaufende Terrasse um das Haus, darüber spannt sich im ersten Stock ein durchgehender Balkon. Zwei große Terrassen im Obergeschoss sind so geplant, dass sie später zu zusätzlichen Gruppenräumen ausgebaut werden könnten. Im September 2026 wird die Kita „Zaubergarten“ zunächst für 114 Kinder öffnen, später können es bis zu 152 werden.

Einer der nächsten großen Schritte der Bauarbeiten ist zum Jahreswechsel der Einbau der Fenster, bevor dann der Innenausbau starten wird. „Ich wünsche allen Beteiligten auf der Baustelle weiterhin unfallfreie Arbeiten und möglichst gutes Wetter“, betonte Hans-Peter Dangschat, bevor die Jungbläser der Blaskapelle Traunreut, die sogenannten „Gelbhemden“, alle Gäste zu einer gemeinsamen Brotzeit in den Rohbau spielten.

Für Traunreut ist der „Zaubergarten“ eines von aktuell drei Großprojekten im Bereich der Kinderbetreuung. In Traunwalchen wächst die Kita Mariä Geburt, und auf dem Gelände der Grundschule Nord entsteht der neue Kindercampus.

(v.l.) Zimmerermeister Franz Eder, Projektleitung Ina Veit, Erster Bürgermeister Hans-Peter Dangschat, Architekt Ulrich Farthofer, Zimmerermeister Lukas Hoppe

Mitte April haben die Bauarbeiten für die neue Kita begonnen – jetzt wurde an der Kapellenstraße in Traunwalchen das Richtfest gefeiert. Zimmerermeister Markus Huber sprach den traditionellen Richtspruch, eine Delegation der Blaskapelle Traunwalchen sorgte für musikalische Untermalung und Erster Bürgermeister Hans-Peter Dangschat ging in einer kurzen Ansprache auf die Bedeutung dieser Baumaßnahme ein, bevor bei einer gemeinsamen Brotzeit mit den beteiligten Baufirmen gefeiert wurde.

„Diese neue Kita ist ein wichtiger Meilenstein für Familien in Traunwalchen, da sie erstmals die Möglichkeit haben werden, ihre Kinder direkt hier auch in einer Krippe unterzubringen.“, betonte Erster Bürgermeister Hans-Peter Dangschat. „Bisher mussten die Kinder zum Kindergartenstart oft wieder Einrichtung wechseln“.

Das soll sich in einem knappen Jahr ändern. Die Fertigstellung der neuen Kita ist für Juli 2026 geplant. Auf einer Grundfläche von 720 m² entstehen bis dahin insgesamt 87 Betreuungsplätze – 75 im Kindergarten, 12 in der Krippe, aufgeteilt in drei Kindergarten- und eine Krippengruppe. Träger der neuen Kita wird der Katholische Kitaverbund Traun-Alz, der auch schon für den bisherigen Kindergarten in Traunwalchen zuständig ist.

Auch eine nachhaltige Bauweise sowie die Harmonie mit dem bisherigen Ortsbild spielen bei diesem Projekt eine große Rolle für die Stadt Traunreut. „Es ist uns sehr wichtig, etwas zu schaffen, das sich optisch gut in den Ort einfügt, die Traditionen aufgreift und gleichzeitig mit einem sehr hohen Energiestandard in die Moderne weist“, erläuterte Hans-Peter Dangschat.

Errichtet wird die Kita in Holz-Massiv-Bauweise: Wände aus Brettsperrholz, massive Holzdecken sowie ein traditioneller Pfetten- und Sparrendachstuhl prägen das Gebäude. Auf einer Stahlbetonbodenplatte aufbauend, wächst ein Haus, das Stabilität und Nachhaltigkeit vereint. Die Fassade wird teils mineralisch verputzt, teils mit Holz verschalt, Sonnenschutz bieten moderne Raffstores.

Auch energetisch setzt der Bau Maßstäbe: Eine Photovoltaikanlage mit 95 Modulen und einer Spitzenleistung von 42 Kilowatt wird künftig Strom für den Eigenbedarf liefern. Ergänzt wird sie durch eine Luft-Wärmepumpe mit 27 Kilowatt Heizleistung. Mit einem Primärenergiebedarf von nur 46 kWh pro Quadratmeter und Jahr erreicht der Neubau den Effizienzhausstandard 40 und gilt somit als ein Vorzeigeprojekt für Energieeffizienz, die dank guter Dämmung und moderner Anlagentechnik erreicht wird.

Traunreut, als aufstrebende Industriestadt einst aus dem Nichts gewachsen, hat in den vergangenen Jahrzehnten einen bemerkenswerten städtebaulichen Wandel vollzogen. Seit der Aufnahme in die Städtebauförderung im Jahr 1997 wird das Zentrum schrittweise erneuert – von der Umgestaltung des Rathausplatzes bis zur Neugestaltung der Kantstraße und des Eichendorff Parks. Ziel ist es, das charakteristische Erscheinungsbild der Europastadt weiterzuentwickeln und zu harmonisieren, um das Wohlbefinden der dort lebenden Menschen zu steigern und den Werterhalt der Immobilien zu sichern.

Nun sollen auch private Eigentümerinnen und Eigentümer im Sanierungsgebiet die Möglichkeit bekommen, das Gesicht der Stadt Traunreut aktiv mitzugestalten. Gemeinsam mit der Regierung von Oberbayern fördert die Stadt Traunreut mit dem Kommunalen Förderprogramm gestalterische Maßnahmen an Fassaden, Dächern, Höfen und Plätzen. Sogar Begrünungen und Entsiegelungen gehören dazu.

„Mit dem Förderprogramm geben wir Anreize, Häuser und Höfe zu verschönern und noch mehr Grün in die Stadt zu bringen. Davon profitieren nicht nur die Eigentümerinnen und Eigentümer, sondern wir alle, denn unser Traunreut wird dadurch noch ein Stück lebenswerter“, betont Hans-Peter Dangschat, Erster Bürgermeister der Stadt Traunreut.

Maßgeblicher Kompass für Renovierungen ist die Gestaltungsfibel der Stadt Traunreut: Sie formuliert einen gestalterischen Rahmen, der sich an den Bestandsgebäuden orientiert und das Bedürfnis nach Harmonie und Wohlbefinden in den Mittelpunkt stellt. Jede Maßnahme wird individuell geprüft – nicht als starres Schema, sondern als Dialog zwischen Eigentümer, Bauamt und Stadtplaner.

„Ein solches Projekt ist mit großem Aufwand verbunden und gelingt nur, weil viele Menschen engagiert zusammenarbeiten. Mein Dank gilt allen Beteiligten, meinen Mitarbeitern, allen voran Thomas Gätzschmann, Stadtbaumeister, und seiner Mitarbeiterin Verena Gruber, sowie den Stadtplanern und der Regierung von Oberbayern. Mit diesem Programm schaffen wir die Grundlage für eine positive Weiterentwicklung unserer Stadt“, freut sich Hans-Peter Dangschat.

Förderfähig sind Objekte im Kernbereich zwischen Traunwalchener Straße, Rathausplatz, Kantstraße und Eichendorff- und Munastraße.  30 Prozent der anrechenbaren Kosten, maximal 10.000 Euro, werden von der Stadt Traunreut und der Regierung von Oberbayern finanziert. Energetische Sanierungen sind bei diesem Programm ausgeschlossen, hierfür sind andere Programme vorgesehen.

Wer sich beteiligen möchte, vereinbart zunächst einen Ortstermin mit dem Bauamt (Telefon +49 8669 857-343, E-Mail: stadtentwicklung@traunreut.de). Gemeinsam mit Stadtplaner Clemens Nuyken vom Münchner Büro N-V-O wird das Vorhaben dann bewertet.

Die Gestaltungsfibel sowie alle Antragsunterlagen stehen hier zum Download bereit.

Copyright: Matovina

Fotocredit: Matovina

Am Mittwoch war ein besonderer Tag für alle Fahrradbegeisterten in der Region. Bei der offiziellen Eröffnung des neuen Pumptracks der Stadt Traunreut waren aber auch viele andere Gefährte auf Rollen zu sehen. Von den Kleinsten auf ihren Laufrädern bis zu Senioren war jede Altersgruppe vertreten, als der Pumptrack zwischen Freibad und Jugendzentrum mit dem symbolischen Durchschneiden eines Bandes freigegeben wurde. Insgesamt nahmen über 200 Gäste an der Eröffnung teil.

Die neue Radsportanlage in Traunreut ist in dieser Größenordnung einzigartig im Landkreis und hat daher überregionale Bedeutung. Auf einer Gesamtlänge von 240 Metern sind drei verschiedene Bahnen – sogenannte Tracks – zu finden. Ein 95 m langer Pumptrack mit Wellenbahn und Anliegerkurven, eine Jumpline auf 110 m Länge mit drei Sprüngen und ein 35 m langer Kids-Pumptrack, der sich auch für Laufräder und Rollstuhlfahrer eignet. Generell ist der Pumptrack mit allen Radsportgeräten ohne Motor befahrbar, neben Pumpbikes sind das zum Beispiel Mountainbikes, Scooter, Longboards, BMX-Räder, Inlineskates oder eben auch Laufräder und Rollstühle. Durch die drei verschiedenen Tracks kann vom Anfänger bis zum Profi jeder die Anlage nutzen. Eine entsprechende Schutzausrüstung, vor allem ein Helm, sind notwendig.

Die Initiative für den Pumptrack kam ursprünglich von begeisterten Pumpbike-Fahrern, die mit dem Wunsch nach einer Traunreuter Anlage auf den Ersten Bürgermeister Hans-Peter Dangschat zugegangen waren. In den Planungen wurden im Rahmen einer Jugendbeteiligung auch die Wünsche der Sportler berücksichtigt. Dangschat freute sich bei der Eröffnung riesig über den großen Andrang: „Schon in der Bauzeit in den vergangenen Monaten haben wir gemerkt, wie viele es kaum noch erwarten können, den neuen Pumptrack endlich zu befahren. Heute hier zu stehen und das Ergebnis dieses Projekts zu sehen, an dem sehr viel Arbeit von allen Beteiligten hängt, ist ein sehr schönes Gefühl. Ich wünsche allen viel Spaß und sichere Fahrt auf unserem Pumptrack!“

Pfarrer Thomas Tauchert erteilte der Anlage vor ihrer ersten Nutzung den kirchlichen Segen. Zur offiziellen Eröffnung zeigten zwei Gruppen der Tanzschule Heartbeat, dass sich die Bahn voller Wellen und Kurven auch für einen Tanzauftritt hervorragend eignet. Außerdem lieferten die Jungbläser der Blaskapelle Traunwalchen die passende Musik zum Startschuss. Kaum freigegeben wuselte es auf allen drei Tracks nur so von verschiedensten Gefährten und ihren eifrigen Fahrern. Teilweise waren mehr als 20 Fahrer auf einmal unterwegs. Dass die drei angekündigten Profi-Biker aufgrund einer Autopanne leider nicht vor Ort sein konnten, wurde von den heimischen Bikern sehr gut kompensiert. Auf der Jumpline für die geübteren Fahrer gab es den ein oder anderen Trick, wie eine komplette Drehung in der Luft, zu sehen. Auf der entspannten Kinderroute wurde fleißig eine Runde nach der anderen gedreht.

Tizian Weigl vom Planungsbüro Mühlbacher und Hilse erläuterte in einer kurzen Ansprache Details zur Gestaltung des Geländes. Die Anlage ist auf einer Gesamtfläche von 4.000 m² angelegt worden. In der Hälfte dieses Bereichs sind die asphaltierte Strecke selbst (690 m²) und die dafür notwendigen Entwässerungs- und Anschlussflächen entstanden. Weiter wurden je 1.000 m² für Wiesenflächen verwendet und als Wald und Strauchsaum bepflanzt. Auf dem Gelände sind außerdem eine Service-Station für Fahrräder und mehrere Sitzgelegenheiten zu finden. Während einige Bereiche schon mit Rasen bepflanzt sind, gibt es derzeit noch einige Flächen, auf denen gerade erst etwas wächst.

Franz Karlstetter von der Firma Schneestern, die auf die Entwicklung, die Planung und den Bau von Action Sport Parks spezialisiert ist, ging auf die Nutzung und das spezielle Fahren mit Pumpbikes ein. Außerdem gab er den ein oder anderen Tipp, um in das besondere Fahrgefühl zu gelangen, das die Faszination von Pumptracks für viele ihrer Fans ausmacht. Eins war schon in den ersten Minuten nach der Eröffnung auf jeden Fall zu spüren: Mit dieser Anlage hat die Stadt Traunreut vielen jungen Menschen eine große Freude gemacht, die hoffentlich lange anhält.

Insgesamt hat die Stadt für die neue Radsportanlage 710.000 Euro investiert, wovon rund 237.000 Euro über LEADER gefördert sind.

Gaben den Pumptrack offiziell frei: Franz Karlstetter (Schneestern), Thomas Gätzschmann (Stadtbaumeister), Tizian Weigl (Mühlbacher und Hilse), Erster Bürgermeister Hans-Peter Dangschat, Andreas Bratzdrum (LEADER-Vorsitzender), Robert Kratzer (Stadtgärtnermeister)

Die Gemeindeverbindungsstraße von Haßmoning über Pattenham nach Truchtlaching
hat in den vergangenen Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen. Jetzt planen die
Stadt Traunreut und die Gemeinde Seeon-Seebruck einen gemeinsamen Ausbau der
Straße inklusive begleitendem Geh- und Radweg. Es handelt sich um eine Zusammenarbeit
zwischen den beiden Kommunen, die es in diesem Bereich so noch nicht gegeben
hat.

Die Straße wird zum einen viel von Berufspendlern genutzt, zum anderen ist sie auch
eine beliebte Strecke für Radfahrer, um in die Naherholungsgebiete an der Alz zu kommen.
Diese Verkehrsrelevanz muss für eine angestrebte Förderung der Maßnahme durch
den Freistaat Bayern nachgewiesen werden. Auch der zusätzliche Bau eines Geh- und
Radwegs sowie der Ausbau der Straße bis ins Gemeindegebiet hinein sind Voraussetzungen
für die Förderung der Maßnahme, was zusätzlich für die interkommunale Zusammenarbeit
spricht.

Die bisherigen Planungen für den Ausbau der Straße waren langwierig, unter anderem
weil allein für den Traunreuter Abschnitt Einigungen mit 15 verschiedenen Grundstückseigentümern
getroffen werden mussten. „Ich bedanke mich bei allen Eigentümern, die
diesen wichtigen Ausbau möglich machen und bei der Immobilienabteilung im Rathaus
für den großen Einsatz bei den Verhandlungen“, so Hans-Peter Dangschat. „Auch diese
enge Zusammenarbeit mit Seeon-Seebruck ist nicht selbstverständlich“, so der Traunreuter
Rathauschef weiter. Seeon-Seebrucks Erster Bürgermeister Martin Bartlweber betonte: „Es ist ein starkes Zeichen interkommunaler Zusammenarbeit, dass wir dieses Projekt gemeinsam mit der
Stadt Traunreut voranbringen. Wir ziehen an einem Strang, um die Förderfähigkeit sicherzustellen.
Ich bin überzeugt, dass der Straßenausbau nicht nur für unsere Kommunen,
sondern auch für Ausflügler und Gäste einen spürbaren Mehrwert schaffen wird.“

Die beiden Ersten Bürgermeister unterzeichneten eine Zweckvereinbarung, in der festgelegt
ist, dass die Stadt Traunreut für die gesamte Maßnahme einen Förderantrag beim
Freistaat stellt und ein gemeinsames Planungsbüro beauftragt. Die Vereinbarung regelt
außerdem den angestrebten Zeitplan und die Aufteilung der Fördermittel. Die Kosten für
die Planung und den Bau trägt jede Kommune anteilig für den betreffenden Teilabschnitt
der Straße. Die Planung soll noch im Sommer fertiggestellt werden und aufgrund
von Fristen für die Förderung und Ausschreibungen ist mit einem Baubeginn im
ersten Quartal 2026 zu rechnen.

Die beiden Ersten Bürgermeister Martin Bartlweber (links, Seeon-Seebruck) und Hans-
Peter Dangschat (Traunreut) bei der Vertragsunterzeichnung

Seit Ende März laufen die Bauarbeiten für die bisher größte Kindertagesstätte in der Stadt Traunreut. Am Montag erfolgte die feierliche Grundsteinlegung für die Kita Zaubergarten, die ab September 2026 Platz für insgesamt 114 Kinder bietet und bei Bedarf auf bis zu 152 Plätze erweitert werden kann.

Einzigartig ist an dem Projekt die enge Zusammenarbeit der Stadt Traunreut mit der Dr. Johannes Heidenhain GmbH. Das Unternehmen beteiligt sich finanziell sowohl an den Bau-, als auch an den Betriebskosten für die neue Kita, um seine Mitarbeitenden bei der Vereinbarkeit von Karriere und Familie zu unterstützen. Erster Bürgermeister Hans-Peter Dangschat betonte bei der Grundsteinlegung: „Diese enge Partnerschaft zwischen der Stadt Traunreut und der Dr. Johannes Heidenhain GmbH ist beispielgebend, und das weit über Traunreut hinaus. Wir haben uns von Anfang an gemeinsam auf den Weg gemacht, um die künftig dringend benötigten Betreuungsplätze für unsere Stadt sicherzustellen. Es ist nicht selbstverständlich, dass eine Stadt und ein Unternehmen so eng zusammenarbeiten und es ist auch in Traunreut das erste Projekt dieser Art. Ich bedanke mich herzlich für die Unterstützung!“.

Bei der Grundsteinlegung wurde eine Zeitkapsel mit aktuellen Dokumenten und Gegenständen befüllt, anschließend verlötet, im Boden versenkt und direkt einbetoniert. Zum Inhalt der Kapsel aus Kupfer gehörten eine Tageszeitung, aktuelle Münzen, ein Dokument über aktuelle Amtsträger aus der ganzen Welt und der Bauplan für die neue Kita. Die Kita erstreckt sich nach Fertigstellung auf knapp 1500 qm Grundfläche und 3100 qm Freiflächen. Neben klassischen Gruppenhaupträumen und Nebenräumen entstehen Spielflure, eine Spieltreppe und überdachte Spielflächen im Freien. Zusätzlich sind ein Bewegungsraum, eine Kindermensa und eine Kinderküche geplant. Außerdem gibt es einen umlaufenden Terrassenbereich und einen kleinen Marktplatz im Inneren.

Die reinen Baukosten liegen bei rund 8,4 Millionen Euro, wobei Förderungen in Höhe von insgesamt rund 2,8 Millionen Euro erwartet werden. Förderfähig sind beispielsweise der klimafreundliche Neubau eines Nichtwohngebäudes und die Holzbauweise. Neben einer Bodenplatte aus Stahlbeton wurde für die Wände und Decken Massivholz, für die Fassade eine Lärchenholzschalung geplant. Komplettiert wird das Gebäude von einem extensiven Gründach mit Photovoltaikanlage.

Als Träger wird der AWO Kreisverband Traunstein e.V. die neue Kita in Traunreut ab September 2026 betreiben und zum Start drei Kindergartengruppen mit je 25 Kindern und drei Krippengruppen mit je 13 Kindern betreuen. Das teiloffene Konzept kann im Bereich der überdachten Freiflächen im Obergeschoss bei Bedarf um zwei weitere Gruppen aufgestockt werden.

Insgesamt entstehen in den kommenden Jahren drei neue Kindertagesstätten im Stadtgebiet. In Traunwalchen laufen seit einigen Wochen die Bauarbeiten für die Kita Mariä Geburt und am neuen Kindercampus am Gelände der Grundschule Nord ist nach dem Neubau der Schule ebenfalls eine Kita in Planung.

Durften eine Zeitkapsel im Boden versenken (v.l.):
Andreas Di-Qual (Di-Qual Bauunternehmung), Ulrich Farthofer (Architekt), Stadtbaumeister Thomas Gätzschmann,
Erster Bürgermeister Hans-Peter Dangschat, Ina Veit (Projektleitung), Sepp Konhäuser (Vorstand AWO Kreisverband Traunstein),
Anna Enzinger (Geschäftsleitung Heidenhain), Claudio Beilhack und Christian Schulz (Stadtverwaltung)



Über sieben Monate lang war die Kantstraße komplett gesperrt. Seit Montagnachmittag fließt der Verkehr wieder über eine der wichtigsten und meistbefahrenen Straßen im Traunreuter Stadtgebiet. Die Straße und die zugehörigen Leitungen waren zum einen nach über 50 Jahren dringend sanierungsbedürftig, zum anderen hat die Stadt Traunreut die Straße grundlegend neugestaltet.

„Wir sind stolz auf das neue, freundliche Gesicht unserer Kantstraße, die jetzt viel mehr Aufenthaltsqualität für alle Bürgerinnen und Bürger bietet. Ich danke allen, die in den vergangenen Monaten an dieser kompletten Neugestaltung von über 13.000 Quadratmetern beteiligt waren und wünsche allzeit gute Fahrt auf der neuen Kantstraße“, freute sich Erster Bürgermeister Hans-Peter Dangschat bei der offiziellen Verkehrsfreigabe am Montag.

Während die Straße selbst von vorher neun bis zehn Metern Breite auf nun einheitliche sieben Meter verschmälert wurde, haben die Aufenthalts- und Gehbereiche deutlich an Qualität gewonnen. Die ansässigen Geschäfte und Gastronomen haben nun mehr Möglichkeiten, die Flächen vor ihrem Betrieb zu nutzen, für die Bürgerinnen und Bürger wurden Flanierbereiche geschaffen, die zum Verweilen einladen.

Wie schon in anderen Gebieten der Stadt wurde in der Kantstraße ein Bodenleitsystem für sehbehinderte Menschen angebracht und auf hohe Barrierefreiheit geachtet. Neu sind außerdem große, schon jetzt winterlich bepflanzte, Blumenbeete mit Sitzmöglichkeiten, Ladesäulen für E-Autos, eine verbesserte Straßenbeleuchtung und Fahrradschutzstreifen, die in den nächsten Wochen noch entsprechend auf der Fahrbahn markiert werden. Die Anzahl der Bäume in der Kantstraße wird erhöht und es stehen weiterhin gleich viele Parkflächen zur Verfügung, die allerdings neu angeordnet wurden.

Bevor die Stadt Ende April dieses Jahres mit den umfänglichen Tiefbau- und Umgestaltungsarbeiten in der Kantstraße begonnen hat, hatten sich die Stadtwerke Traunreut schon 2023 um Wasser, Abwasser und Fernwärmeleitungen gekümmert. Insgesamt sind für die umfängliche Neugestaltung der Kantstraße 4,5 Millionen Euro an Kosten geplant, wovon 700.000 Euro im Rahmen des Bund-Länder-Programms „Lebendige Zentren“ durch die Regierung von Oberbayern gefördert werden.

Erster Bürgermeister Hans-Peter Dangschat stellte bei der offiziellen Verkehrsfreigabe am Montag außerdem ein neues Förderprogramm zur Fassadensanierung in der Innenstadt in Aussicht. Die notwendigen Grundlagenbeschlüsse wurden im Stadtrat bereits gefasst und die Beantragung bei der entsprechenden Förderstelle läuft.

In der Kantstraße selbst laufen in den kommenden Wochen noch letzte Detailarbeiten, die bei laufendem Verkehr möglich sind. Im kommenden Jahr folgen dann saisonal bedingt noch Bepflanzungen der Grünbereiche.

Terminanfrage Bürgeramt