Ein neues Produkt in den Markt einzuführen ist für ein Unternehmen immer eine spannende Herausforderung. Das Procedere wurde beim Betriebsbesuch des ersten Bürgermeisters der Stadt Traunreut, Hans-Peter Dangschat, bei der Schlossbrauerei Stein vom Geschäftsführer, Herrn Reinhold Steinberger, eindrucksvoll erläutert. „Der Erfolg des neuen Steiner Hells freut uns sehr,“ so der Geschäftsführer Reinhold Steinberger während der Betriebsführung. „Man kann sich sicher einen besseren Zeitpunkt für die Markteinführung eines neuen Produktes wünschen als mitten in der Corona-Krise. Die Qualität des Produktes und auch das Engagement der Brauerei in den sozialen Medien haben das Steiner Hell von Beginn an enormen Auftrieb gegeben“

Die Schwierigkeiten lagen darin, wie Braumeister Markus Milkreiter und Vertriebs-Marketingleiter Christian Eder erklärten, ein neues Bier ohne große Marketingaktionen, ohne der Unterstützung der Gastronomie sowie durch Veranstaltungen den Kunden vorzustellen.

Alle drei waren sich im Gespräch mit Bürgermeister Dangschat einig, dass dies nur dadurch möglich war, dass die Kunden sich mit der Ausrichtung und den Produkten der Brauerei identifizieren und der Kauf von regionalen und heimischen Produkten eine immer größere Rolle bei den Verbrauchern einnimmt.

Regionalität als Kern der Firmenphilosophie

Die regionale Identität der Brauerei mit den Werten und Gütern der Region sowie die Bedeutung der regionalen Wertschöpfung ist ein Thema, das vor allem bei der Besichtigung der Produktionsstätte immer wieder zum Tragen gekommen ist und Bürgermeister Dangschat vor allem beeindruckt hat. Egal ob die eigene Stromversorgung mit Wasserkraft, der eigene Brunnen, die Braugerste aus der Region oder die Kooperation mit größtenteils regionalen Unternehmen – die Schlossbrauerei Stein hat hier Maßstäbe gesetzt. „Diese Regionalität eines Unternehmens ist für mich ein Vorzeigebeispiel, wie man erfolgreich lokal und regional wirtschaften kann“ stellte Bürgermeister Dangschat fest.

Mit über 50 Beschäftigen und einem Getränkevolumen von rund 90.000 Hektoliter pro Jahr ist die Schlossbrauerei Stein ein mittelständisches Unternehmen und die einzige Brauerei im Stadtgebiet der Stadt Traunreut. Die städtischen Vertreter sowie das Team der Brauerei hoffen natürlich, dass 2021 wieder Feste und Großveranstaltungen , wie z.B. das Stadtfest, organisiert und durchgeführt werden können. Dabei waren sich alle Beteiligten einig: „Die Feste und Bierzelte sind ein Teil unserer bayerischen Kultur und gehören im Chiemgau zum Leben mit dazu.“

Unternehmerinfo vom 9. Juli - Prof. Kaiser beim Vortrag
Prof. Markus Kaiser während seines Vortrags vor den Unternehmern

Knapp 70 Unternehmen nutzten die Gelegenheit und informierten sich am 09. Juli in der von Seiten der Stadt Traunreut organisierten Veranstaltung zum Thema „Soziale Medien“.

Viele Unternehmen verfügen heutzutage über eine Homepage. Die Sozialen Medien werden jedoch bisher von vielen nur privat genutzt. Doch kann man WhatsApp, Facebook oder Instagram auch für den Unternehmenserfolg einsetzen und wie findet man sich im Dschungel der sozialen Medien zurecht, um den besten Nutzen für den eigenen Betrieb zu generieren?

Mit Herrn Professor Markus Kaiser, Hochschuldozent u. a. an der TH Nürnberg, Journalist und Experte für Medien- und Digitalprozesse konnte ein erstklassiger Referent gewonnen werden, der die Funktionsweisen der digitalen Welt beherrscht und diese Thematik den Traunreuter Unternehmen sehr anschaulich erörterte.

Typische Fragen, die viele Unternehmen betreffen sind z.B.: Was macht Sinn, ist es Facebook, Instagram oder was ganz anderes und welcher Aufwand ist damit verbunden? Wohin gehen die Trends, wie entwerfe ich eine Strategie, wie kommuniziere ich richtig und wie gehe ich mit Kritik und negativen Kommentaren um?  Wie sieht die rechtliche Seite aus?

Professor Kaiser behandelte diese und weitere Fragestellungen auf sympathische und kurzweilige Art und konnte somit mögliche Wege durch das Dickicht der sozialen Medien aufzeigen, für neue Ideen begeistern und die Hemmschwelle vor dieser komplexen Thematik nehmen. Und – die Botschaft ist bei vielen angekommen.

Das Angebot, mit Herrn Professor Kaiser und dessen Kollegin Frau Nicole Schwertner, Geschäftsstellenleiterin des Medien Campus Bayern und Change Consulting Expertin, im Anschluss noch individuelle Gespräche zu führen, wurde rege genutzt.

Das Team um Stadtmanager Christian Ehinger zeigte sich begeistert über den Erfolg der ersten Veranstaltung. Das durchgehend positive Feedback der Besucher signalisierte deutlich den Wunsch nach weiteren Veranstaltungen dieser Art. Vorschläge und Wünsche wurden und werden auch in Zukunft gerne entgegengenommen um das Angebot auch weiterhin im Interesse der Unternehmen attraktiv gestalten zu können.

Im Rahmen der Wirtschaftsförderung sollen zukünftig in einer eigenen Veranstaltungsreihe für und mit den Traunreuter Betrieben aktuelle Themen erörtert werden, um damit Anreize für neue Ideen zu schaffen. Hierzu werden bis 3 – 5 mal jährlich überregionale Experten eingeladen, die über aktuelle Themen referieren werden.

Bereits am 23. Oktober geht es weiter. Es wird die Frage „Wie akquiriere ich Nachwuchskräfte über Facebook & Co.“ eingehend erörtert werden. Dazu konnte Frau Mag. Andrea Starzer von der Firma PromoMasters Online Marketing aus Grödig gewonnen werden. Nähere Infos zur Veranstaltung bzw. zur Anmeldung werden rechtzeitig unter www.traunreut.de sowie in der Presse veröffentlicht.

Für Fragen und Infos ist das Stadtmanagement Traunreut unter stadtmanagement@traunreut.de und telefonisch unter 08669 857133 erreichbar.

Bürgermeister Dangschat, Ausbildung Traunreut, Zimmerei Kollmeier Matzing, Zimmerei
Bürgermeister Hans-Peter Dangschat mit Familie Kollmeier in der Fertigungshalle

– alle sechs Familienmitglieder sind im Betrieb mit dabei – drei Söhne, davon alle drei Zimmerermeister (fast – der letzte steckt noch mitten in den Prüfungen) – 30 junge Menschen bereits ausgebildet und eine große Modernisierung in diesem Jahr schon geschafft. Dass Betriebsbesuche oft wie eine Wundertüte anmuten, konnte der erste Bürgermeister der Stadt Traunreut, Hans-Peter Dangschat beim Besuch der Zimmerei Kollmeier in Matzing am eigenen Leib erfahren. Anstatt eines eher klassischen Ambientes eines Handwerksbetriebs wurde die Delegation der Stadtverwaltung von einem modernen, perfekt organisierten und innovativen Betrieb empfangen.

Das Credo des Firmengründers Martin Kollmeier, seines Zeichens auch Obermeister der Zimmererinnung Traunstein/ Berchtesgadener Land lautet: das Zimmererhandwerk ist vielseitig, innovativ und nachhaltig. Dies wird von den drei Söhnen aber auch von seiner Frau und seiner Tochter nicht nur umgesetzt, sondern auch gelebt. Dies zeigte die Familie stolz anhand eines ausgeklügelten Energiekonzepts mit einer Photovoltaikanlage inkl. Stromspeicher, Dachbegrünungskonzept, Niedrigenergiebauweise, Biomasseheizung u.v.m., welches auf dem rd. 2.800 qm großen Betriebsgelände umgesetzt wurde.

Doch nicht nur im eigenen Bestand hat Martin Kollmeier seine Ideen umgesetzt sondern überträgt diese auch auf seine Produkte. Das Unternehmen hat sich mittlerweile mit dem Thema „Bauen und Ausbau im Bestand“ international einen Namen gemacht. Hier geht es darum in die Jahre gekommene Immobilien mit intelligenten und individuellen Lösungen wieder in Wert zu setzen und über Umbauten, Aufstockungen oder Ergänzungen zu beleben. Dabei läuft nahezu der gesamte Planungs- und Konstruktionsprozess im eigenen Hause ab. Gemeinsam mit seinen drei Söhnen sprüht Martin Kollmeier vor Ideen, die auch vor großen Projekten nicht Halt machen und den Zimmererberuf zudem als attraktiven und zukunftsfähigen Ausbildungsberuf aufzeigen.

 „Es ist wichtig, dass wir eine Vielzahl an klein- und mittelständische Betrieben in der Stadt haben, die verdeutlichen, wie attraktiv unsere Wirtschaft ist und dadurch eine Perspektive für junge Menschen darstellen“, so der Bürgermeister während des Betriebsbesuches.

Grundlage für die Innovationen in den Betrieb waren laut des Unternehmensgründers aber auch die Unterstützungen des Staates über die vorhandenen Förderprogramme und Förderkredite u.a. der KfW. Die Aussage, dass sich das Unternehmen gut bei der derzeitigen Politik aufgehoben fühlt und die Entwicklungen in der Region positiv aufgenommen werden, freute Hans-Peter Dangschat natürlich umso mehr. Dabei wurden auch die derzeitigen Corona-Hilfsprogramme der Stadt Traunreut sowie des Freistaates Bayern explizit gelobt.

Der Betriebsbesuch wurde mit einer kurzen Diskussionsrunde in den 2020 modernisierten Büroräumen abgeschlossen.


Großen Jubel gab es in den letzten Tagen zuerst beim Johannes-Heidenhain-Gymnasium und dann nur ein paar Tage später bei der Walter Mohr Realschule. Beide Schulen erhielten den Titel als Fairtrade-School als 687. bzw. 690. Schule in Deutschland.

Die Ernennungsurkunden überreichten Elisabeth Krojer und Carina Bischke von TransFair e. V. besser bekannt als Fairtrade Deutschland. Frau Krojer betonte in ihrer Ansprache: „Der Welt muss es gut gehen, dann geht es uns allen gut.“ Wir hätten das Glück, in Deutschland in sicherem Wohlstand zu leben. Dennoch könne es uns nicht egal sein, wie es den Menschen auf der Südhalbkugel geht. „Unser Ziel muss sein, dass wir Kontakt auf Augenhöhe zu den Menschen aufbauen, die unsere Nahrung und unsere Kleidung herstellen sowie die Rohstoffe für unsere elektrischen Geräte aus der Erde holen. Wir müssen endlich begreifen, dass wir nur diese eine Welt haben“, ermahnte die Referentin. Fair gehandelte Produkte zu kaufen, schaffe Zufriedenheit und ein gutes Gefühl.

Fairtrade Schulen müssen ein Schulteam gründen, einen Fairtrade-Kompass erstellen und damit die Unterstützung des Fairen Handels signalisieren, fair gehandelte Produkte anbieten, fairen Handel im Unterricht thematisieren und mindestens eine Aktion pro Jahr durchführen. Am Gymnasium fanden in den letzten Monaten gleich vier Aktionen statt. Es gab einen Tag der Nachhaltigkeit, eine Verkostung von fairen Produkten, die später teilweise ins Sortiment des Kiosks aufgenommen wurden, die Verteilung von Stofftaschen auf dem Wochenmarkt, eine Kleidertauschbörse und eine Nikolausaktion mit fair gehandelter Schokolade. Elisabeth Krojer forderte alle Beteiligten auf, sich nun aber nicht auf dem Erreichten auszuruhen, denn nach zwei Jahren wird überprüft, ob immer noch alle Kriterien erfüllt sind.

An der Realschule arbeitete ein 27-köpfiges Team aus Schülern, Lehrern und Elternvertretern in den letzten Monaten zusammen und stellte einiges auf die Beine. Eine ganze Aktionswoche machte auf Fairtrade aufmerksam und bei mehreren Gelegenheiten wie Elternsprechtag und Sommerfest wurden fair gehandelte Waren verkauft. Es gibt an der Schule auch einen Walter Mohr Becher, den man immer wieder füllen kann. Am Tag der Auszeichnung letzten Freitag ließen sich viele Schüler darin den „Fair shake“ aus regionaler Milch und frischen Zutaten schmecken.

Beide Schulen zeigten bei der jeweiligen Titelüberreichung mit einer kleinen Feier und einer Vorführung, welch positive Folgen das Thema „Fairtrade“ für den einzelnen – egal ob direkt vor Ort bei der Herstellung oder hier bei uns in Mitteleuropa haben kann.

Die Stadt Traunreut gratulierte beiden Schulen und nannte es eine große Ehre auch für die Stadt, dass nun bereits zwei Schulen den Titel tragen. Für ihn sind beim Einkauf zwei Dinge entscheidend: man solle auf regionale Produkte achten, die auf kurzen Wegen zum Verbraucher kommen, und alles, was nicht in der Region produziert werden kann, über fairen Handel beziehen. „Für mich seid ihr alle Vorbilder und Vorreiter für eine bessere Zukunft“, meinte er an die Schüler gerichtet.

Grünen-Stadträtin Helga Zembsch, Initiatorin der Fairtrade Projekte in Traunreut und Leiterin der Steuerungsgruppe, forderte die Schüler auf, sich nicht auf dem Erreichten auszuruhen, sondern weiter aktiv zu sein, um „das Bewusstsein für Nachhaltigkeit und fairen Handel in der Gesellschaft zu stärken“. Als nächstes Ziel will sie die Auszeichnung „Fairtrade Landkreis“ in Angriff nehmen, da Traunstein, Trostberg und Traunreut bereits Fairtrade Städte sind und viele Aktivitäten vorweisen können.

Das nächste Projekt ist bereits schon in Vorbereitung: Die Fairtrade-Teams der Walter-Mohr-Realschule und der Stadt Traunreut veranstalten am Freitag, den 27. März ab 19 Uhr eine Multivisionsshow in der Aula der Realschule zu dem Thema „Weltreise zu Fair-Trade-Produzenten, Naturwundern und Heiligtümern“. Karten gibt es im Vorverkauf beim Weltladen in Traunreut.

Bürgermeister Klaus Ritter in den Werkstätten der Jugendsiedlung Traunreut
Bürgermeister Klaus Ritter a. D. mit Vertretern der Stadtverwaltung sowie Jugendlichen der Jugendsiedlung beim Betriebsbesuch in der Jugendsiedlung Traunreut

Eine traditionelle Redewendung besagt „Alle Wege führen nach Rom“. Dass dies auch für den Berufseinstieg gilt, davon konnte sich Bürgermeister Klaus Ritter mit einer Delegation der Stadtverwaltung während eines Betriebsbesuchs bei der Jugendsiedlung Traunreut überzeugen. Der Geschäftsführer Heiner Roth stellte der Gruppe unterschiedliche Lehrberufe vor, in denen Jugendliche ihre Ausbildung bei der Jugendsiedlung machen können. Dies umfasst viele Bereiche. Dazu gehören u.a. die Gastronomie, Farb- und Raumgestaltung, Holz, Friseur, Metall, Recycling, Verkauf oder die Lagerverwaltung.

„Es ist wichtig, dass alle jungen Menschen – auch die mit Förderbedarf – die Chance bekommen „ihren“ Beruf zu erlernen. Unser Ziel muss es sein, dass die Jugendlichen über die überbetriebliche Ausbildung einen Berufsabschluss erlangen, um dann auf dem Arbeitsmarkt die Chance zu haben, sich dort weiterzuentwickeln“, so Bürgermeister Ritter im Gespräch mit den Verantwortlichen der Jugendsiedlung. Äußerst beeindruckend war beim Besuch der Abteilung „Recycling“ mit welcher Akribie und Fachwissen die Jugendlichen Autos, Elektrogeräte oder Industriemaschinen in ihre Einzelteile zerlegten und diese dann sortiert dem Recyclingprozess zuführten.

Ein großer Erfolg ist es für den Geschäftsführer Heiner Roth, dass von den derzeit etwa 80 Jugendlichen, die die Angebote der Ausbildung der Jugendsiedlung nutzen, etwa 70 % im Anschluss daran auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt vermittelt werden können. „In einigen Branchen warten die Firmen händeringend bereits auf unsere Absolventen, die dann nahezu komplett sofort in den Betrieben anfangen können. In anderen Branchen tun wir uns schon noch schwerer, aber auch hier sind tolle Erfolge zu verzeichnen,“ erklärte Heiner Roth den Vertretern der Stadtverwaltung.

Dass die Jugendsiedlung mehr ist als ein Ausbildungsbetrieb zeigte der Besuch des integrativen Kindergartens „Haus für Kinder“ in der Adalbert-Stifter-Straße. Knapp 100 Kinder haben hier die Möglichkeit in einem wunderschönen Areal zu singen, zu spielen und bedingt durch den integrativen Gedanken sehr früh Toleranz und Rücksicht zu lernen.

Zum Abschluss des Betriebsbesuchs wurden neue Projektideen sowie die weitere Zusammenarbeit zwischen Jugendsiedlung und Rathaus angesprochen. Auch die Jugendsiedlung muss auf neue Strömungen und Berufe reagieren und wird sich hier weiterentwickeln.

Mit 18:8 Stimmen hat sich der Stadtrat der Stadt Traunreut für das Bebauungskonzept der Firma Sontowski & Partner ausgesprochen. Die seit vielen Monaten immer wieder aufgeworfene Frage, was denn am MunaPark passieren wird, hat nun eine klare Antwort. Die Stadt hat mit der Auswahl die einmalige Gelegenheit, das mit über 18.000 qm große Areal in einem Zug zu bebauen. Damit kann eine große städtebauliche Lücke geschlossen werden. Das Gewinnerkonzept mit über 16.300 qm Bruttogeschossfläche (BGF) ist ein großer Schritt in die Zukunft und zeigt, dass eine qualitativ hochwertige Innenentwicklung und Verdichtung auch in Mittelzentren möglich ist. Durch große Kooperationsbereitschaft der privaten Grundstücksmiteigentümer, intensiver Arbeit der letzten 15 Monate und vielen Abstimmungsrunden ist es gelungen ein modernes Bebauungskonzept auf Traunreut zu übertragen.

In der Sitzung am 18. November wurden die zwei im Auswahlverfahren überzeugendsten Konzepte von den jeweiligen Vertretern der teilnehmenden Projektentwickler dem Gremium vorgestellt. Dabei waren klare gestalterische und konzeptionelle Unterschiede zu erkennen: Während das Konzept der Firma Sontowski & Partner vor allem eine lockere Bebauung mit einer klaren Linienarchitektur und einem vom Traunring abgewandten Parkplatz vorstellte, versuchten die Vertreter der Firma Ten Brinke Bayern mit einem sehr massiven und vom Traunring gut einsehbaren Konzept zu punkten. Beide Konzepte hatten die Vorgaben der drei Grundstückseigentümer sehr gut umgesetzt und zwei vielversprechende Multi-Use-Konzepte eingereicht. Dies bedeutet, dass die potenziellen Nutzungen sich aus mehreren Bereichen zusammensetzen – hier der Thematik des allgemeinen und gewerblichen Wohnens, der Seniorenangebote, der Büronutzung sowie dem Einzelhandel.

Jeweils eine Stunde lang hatten die Vertreter der Unternehmen Zeit, die spezifischen Vorzüge und Besonderheiten dem Gremium zu vermitteln. Im Anschluss daran wurde die bereits im Vorfeld erarbeitete Empfehlung eines neutralen Bewertungsgremiums vorgetragen, bevor die Stadtratsmitglieder in die Diskussion einsteigen konnten. Die Schwierigkeit lag nun darin, zwischen zwei sehr guten Konzepten das etwas Bessere auszuwählen. Hier gaben dann der stadtplanerische Grundduktus sowie die wirtschaftlichen Umsetzungsmöglichkeiten den Ausschlag für das Konzept von Sontowski & Partner.

Was soll nun gebaut werden: Die Planungen sind bereits mit möglichen Betreibern abgestimmt und somit liegen die Nutzungsinhalte bereits fest. Neben dem Lebensmitteldiscounter ALDI, der am Standort verbleiben wird, sollen ein bis zwei weitere Einzelhandelsfachmärkte angesiedelt werden. Daneben sind rund 5.400 qm BGF für Wohnungen, etwa 5.300 qm BGF für Seniorenwohnungen und knapp 1.800 qm BGF für Büros und Gewerberäume vorgesehen. Die Anbindung soll dabei über die Banaterstraße und über die Eichendorffstraße mittels einer Tiefgarage erfolgen.

Nun gilt es die Geschwindigkeit beizubehalten, die notwendigen privatrechtlichen Verträge abzuschließen und mit dem Bebauungsplanverfahren zu starten. Dies wird noch sicherlich einige Monate in Anspruch nehmen, so dass mit einer Bebauung erst 2021 gerechnet werden kann.


Stabstelle 1 – Steuerungs- und Klimamanagement
Telefon: +49 8669 857 - 120
Fax: +49 8669 857 - 100
E-Mail: stadtmarketing@traunreut.de

ASB Systembau wächst rasant – Aus- und Umbau am Standort Stein geplant

Verterter der Stadtverwaltung beim Betriebsbesuch der Firma ASB Systembau mit Christof Babinsky und Sophie Eckhardt
Stadtbaumeister Thomas Gätzschmann, Bürgermeister Klaus Ritter, Geschäftsführer Christof Babinsky, Sophia Eckhardt (beide ASB Systembau) und Stadtmanager Christian Ehinger

Was vor rund 53 Jahren als Betrieb für Innenausbau begann ist mittlerweile ein Hightech-Unternehmen im Bereich für Glasfußböden und innovativer technischer Lösungen mit LEDs und digitaler Steuerung. Bürgermeister Klaus Ritter sowie Vertreter der Stadtverwaltung konnten sich bei einem Betriebsbesuch bei der Firma ASB Systembau Horst Babinsky GmbH mit Sitz in Stein an der Traun von den unendlich erscheinenden Ideen der Firma überzeugen.

Der Ausspruch „in neue Dimensionen vorstoßen“ wird zwar gerne genutzt, ist jedoch vielfach einfach überzogen. Anders ist es bei der Firma ASB. Wer konnte sich noch vor kurzem überhaupt vorstellen, auf einem Glasboden Spitzensport oder auch Amateursport zu betreiben? Wahrscheinlich nur wenige. Mit der Möglichkeit nun die komplette Glasfläche noch als Werbebildschirm zu nutzen hat das Team um Christof Babinsky nun Grenzen gesprengt. Immer mehr werden die Produkte von ASB nun international umgesetzt – sei es in der Europa-Zentrale von Microsoft in Dublin, in der Turnhalle der Universität Oxford in England oder auch unlängst im Rahmen des Volleball Supercups in Hannover. In unserer Region kann man den Prototypen – den ersten Glashallenboden der Firma ASB überhaupt – in der Turnhalle des Gymnasiums in Stein an der Traun bewundern. Seit nunmehr zehn Jahren ist die Halle mit dieser Technik ausgestattet. Den Vorteil dieser Konstruktion erkennt man an den geringen laufenden Kosten und die geringere Verletzungsgefahr für die Nutzer.

Der Erfolg beruht auf einem unendlich scheinenden Innovationsgeist des Entwicklungsteams und einem ausgeklügelten Produktions- und Fertigungssystem mit insgesamt rund 100 Mitarbeitern an unterschiedlichen Standorten in Stein an der Traun, Bulgarien und Tschechien. „Unser Ziel ist es, in Zukunft so viele High-end Sportveranstaltungen wie möglich mit unserem Videoboden auszustatten“, meint der Geschäftsführer Christof Babinsky.

Die Folgen für den Standort Stein sind jetzt ganz andere – der Standort wird im nächsten Jahr um- und ausgebaut. Einige der Lagerkapazitäten werden in Büro- und Entwicklungsräume umgewandelt. Im Frühjahr 2020 ist Baubeginn – denn eines ist nach dem Besuch der Delegation um Bürgermeister Ritter klar geworden, die Ideen gehen ASB nicht aus.

Terminanfrage Bürgeramt